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BBK Newsletter Februar 2017

 
1. Hinweise und Informationen

7. März 2017
Ausstellungsvergütung: Überfällig!
Veranstaltung der Initiative Ausstellungsvergütung zur Forderung einer Verankerung des Anspruchs auf Ausstellungsvergütung im Urhebergesetz
19:30 Uhr, im Gebäude des ver.di-Bundesvorstands, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Programm

19:30 Uhr       
Begrüßung: Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender von ver.di

19:35 Uhr
Zu den Zielen der Initiative Ausstellungsvergütung: Frank Michael Zeidler, Deutscher Künstlerbund

19:50 Uhr
Aus der Praxis der Kunstvereine: Susanne Weiß, ehem. ehemalige Direktorin des Heidelberger Kunstvereins

20:00 Uhr
Ausstellungshonorare in Berlin: Dr. Ingrid Wagner, stellv. Referatsleiterin in der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, zuständig für Künstlerförderung

20:15 Uhr
Rolle der VG Bild-Kunst bei der Ausstellungsvergütung, Dr. Urban Pappi,          Geschäftsführender Vorstand VG Bild-Kunst
20:35 Uhr

Diskussionsrunde mit den Bundestagsabgeordneten:
Sigmund Ehrmann, SPD
Sigrid Hupach, Die Link
Dr. Philipp Lengsfeld, CDU
Tabea Rößner, Bündnis90/Die Grünen

und

den Vertreter*innen der Initiative Ausstellungvergütung
Werner Schaub, BBK-Bundesverband
Prof. Ulrike Rosenbach, GEDOK
Lorenz Müller-Morenius, Vorsitzender der ver.di-Fachgruppe Bildende Kunst

am Ende mit offener Fragerunde für das Publikum

Moderation: Birgit Kolkmann, Journalistin, u. a. für Deutschlandradio Kultur

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Dokumentation erschienen:
Symposion „Von der Kunst zu leben“, November 2016 in Berlin
Bestellung: info@bbk-bundesverband.de
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2. BERICHTE DES BUNDESVORSTANDES

Berlin, 03.02.2017
Freiheits- und Einheitsdenkmal: Gespräch mit Initiatoren
Die Initiatoren, auf deren Anregung hin der Deutsche Bundestag 2007 den Beschluss gefasst hatte, auf der „Schlossfreiheit“ – unmittelbar neben dem entstehenden Humboldt Forum – ein Denkmal „Deutsche Freiheit und Einheit“ zu errichten, hatten Werner Schaub (BBK)  um ein Gespräch gebeten. Hintergrund war, dass zwar der Siegerentwurf eines Wettbewerbs bereits 2011 feststand, dass aber ständig neue Hindernisse auftauchten, die bis heute eine Realisierung verhinderten. Bei dem Gespräch wurde festgehalten, dass der BBK Bundesverband sich dafür einsetzen wird, dass auch der Deutsche Bundestag sich an die Spielregeln von Wettbewerben hält und für die Realisierung des Denkmals nun endlich grünes Licht gibt.
Inzwischen haben die beiden Regierungsfraktionen öffentlich erklärt, man wolle jetzt dafür plädieren, dass dieses Denkmal tatsächlich errichtet wird.

Lüneburg, 04.02.2017
Sparkassenstiftung Lüneburg: „Kulturelles Erbe in Gefahr?“ Diskussionsrunde rund um Künstlernachlässe
Das Interesse an der Frage mit dem Umgang von Künstlernachlässen ist sehr groß. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, hat die Sparkassenstiftung Lüneburg in der KulturBäckerei zu einer Veranstaltung zum Thema eingeladen. Erhard Kalina hatte die Einführung in das breit gefächerte Thema übernommen. Veronika Olbrich, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, sprach zur Digitalisierung von Künstlernachlässen. Prof. Dr. Gora Jain vom Forum für Künstlernachlässe Hamburg informierte über die Gründung des Bundesverbands Künstlernachlässe.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen eines Nachlasses nahm Rechtsanwalt Thorsten Ambroselli in den Fokus und erläuterte Fallbeispiele, bevor Judith Fietz über die Probleme und Erfahrungen mit dem Nachlass ihres Vaters Gerhard Fietz berichtete.
Die anschließende Podiumsdiskussion moderierte Regine Schramm (NDR), ihre Fragen diskutierten Prof. Dr. Heike Düselder (Leiterin des Museums Lüneburg), Erhard Kalina (BBK-Bundesvorstand), Prof. Dr. Gora Jain (Forum für Künstlernachlässe Hamburg) und Ursula Blancke-Dau (Künstlerin).
Beim Austausch mit dem Publikum wurde von vielen die Publikation des BBK "Anlass: Nachlass“ als besonders hilfreich angesehen und empfohlen.
Mit ca. 100 Teilnehmer*innen war die Veranstaltung sehr gut besucht.

Paris, 06. bis 08.02.2017
IAA Europe: Sitzung des Executive Committees in Paris       
Im Büro des Weltverbandes der IAA im Gebäude der UNESCO in Paris tagte das Executive Committee der IAA Europe. Besprochen wurden vor allem finanzielle Aspekte wie die Zahlungsmoral der 34 nationalen Organisationen in Europa, die klamme finanzielle Situation des Weltverbandes, aber auch denkbare künftige Projekte der IAA Europe.
Für die IGBK, bei der derzeit das Büro der IAA Europe angesiedelt ist, schlug Werner Schaub vor, 2018 das Projekt „art swap europe“ das er 2008 bereits schon einmal in Berlin konzipiert und realisiert hatte, neu aufzulegen: Künstlerorganisationen aus ganz Europa, die über eine eigene Ausstellungsmöglichkeit verfügen, können sich in diesem Projekt nicht nur visuell präsentieren, sondern auch mit anderen Organisationen ins Gespräch kommen. Auf diesem Weg soll ein europäisches Netzwerk entstehen. Veranstaltungsort soll wieder Berlin sein. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.
Die Sitzung leitete Werner Schaub in seiner Eigenschaft als Präsident der IAA Europe.

Bonn 11.02.2017
Kultur macht stark:
Besuch bei einem Projekt für geflüchtete junge Erwachsene in Bonn
In der „FABRIK 45“ fand die Abschlussveranstaltung eines Projektes statt, das im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ über den BBK-Bundesverband vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde.
Dieses Projekt mit dem Titel „kunterbunt – multicoloured“ war offen für Geflüchtete im Alter zwischen 18 und 26 Jahren. Antragsteller war die Evangelische Kreuzgemeinde Bonn, durchgeführt wurde es von den Künstlerinnen Sidika Kordes und Deva Wolfram.
Als Projektleiter der über den BBK-Bundesverband geförderten Maßnahme besuchte und bewertete Werner Schaub unter anderem dieses ausgewählte Projekt.
Nach Besichtigung des Projektraumes innerhalb eines Wohnheimes für Geflüchtete besuchte er auch die Abschlussveranstaltung, eine Ausstellung mit annähernd 100 Arbeiten, die im Laufe des Projektes entstanden waren, und führte Gespräche mit den Teilnehmer*innen. Seine Bewertung fiel sehr positiv aus, denn das Ziel des Projektes, die Geflüchteten zu eigener kreativer Tätigkeit anzuleiten, ihnen deutsche Kultur näherzubringen und dabei aber auch deren kulturelle Wurzeln zu berücksichtigen, wurde in beeindruckender Weise erreicht.

Berlin, 16.02.2017
Deutscher Kulturrat: Fachausschuss Bildung
Der Deutsche Kulturrat wird in diesem Jahr mit Blick auf die bevorstehenden Bundestagswahlen für alle kulturpolitischen Bereiche zentrale Forderungen formulieren, die er mit der Bitte um Stellungnahme an die im Bundestag vertretenen Parteien und die Parteien, die gute Aussichten für einen Einzug haben, richten wird. Schwerpunkt der Sitzung des Fachausschusses Bildung war dementsprechend die Diskussion über Forderungen für den Bereich Bildung/Kulturelle Bildung. Einigkeit bestand darin, dass vor allem die immer weiter reduzierte Strukturförderung thematisiert werden muss, und zwar möglichst mit konkreten Zahlen. Als zweite zentrale Forderung wurde die Aufhebung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern im Grundgesetz formuliert, dies verbunden mit einer Definition der Aufgaben, die der Bund in Kooperation mit den Bundesländern künftig für den Bereich Bildung übernehmen sollte. Das Thema „Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit“ soll in einer Präambel des Gesamt-Forderungskatalogs als Querschnittsaufgabe thematisiert werden. An der Sitzung nahm für den Dt. Kunstrat/BBK Andrea Gysi teil.

Perl, 18.02.2017
Kultur macht stark:
Besuch bei einem Projekt für geflüchtete junge Erwachsene in Perl (Saarland)
In der Grundschule der Gemeinde Perl, unweit der Grenze zu Luxemburg, führt die Künstlerin Ursula Bauer ein Projekt für junge geflüchtete Erwachsene im Alter zwischen 18 und 26 Jahren durch. Antragsteller ist der BBK Saarland. Konzeptionell sieht das Projekt vor, mit den Teilnehmer*innen Museen und entsprechende Einrichtungen zu besuchen, aber auch Bräuche und Festivitäten zu erfahren und danach alles in einem Zeichenblock zeichnerisch festzuhalten. Auf diese Weise entwickelt jede/r Teilnehmer*in sein individuelles Skizzenbuch.
Dieses Projekt des BBK Saarland wurde von Werner Schaub als Leiter der BBK-Projekte besucht und bewertet.
An diesem Tag hatten die Teilnehmer ein Bergbau-Museum in der Region durchforscht, danach übertrugen sie ihre gemachten Aufzeichnungen in ihr Skizzenbuch. Besonders aufschlussreich waren die Äußerungen der Geflüchteten, stellvertretend etwa folgende: „… wir haben hier viel mehr gelernt als Zeichnen, nämlich dass wir uns wohlfühlen dürfen. Wir konnten viele deutsche Menschen kennenlernen, ihre Familien, ihre Feste, ihre Traditionen. Erst jetzt wird uns bewusst, in welchem Land wir wirklich sind.“
Der Anspruch des Projektes, kulturell integrativ zu wirken, wird überzeugend erreicht.

Berlin, 20.02.2017
Deutscher Kulturrat: Fachausschuss Arbeit und Soziales
An dieser Sitzung nahmen außer der ca. 16 gewählten Fachausschussmitglieder aus den Sektionen des Dt. Kulturrates ebenfalls Herr Fritz (Leiter der KSK), Herr Schierle (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) und Herr Dr. Koops (Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, BKM) teil. Es fand eine rege Diskussion über den neuen Künstlerkatalog der Künstlersozialversicherung statt, in dem z. B. Designer*innen, Kunsthistoriker*innen und verschiedene Berufe des Filmbereichs nur unter bestimmten Voraussetzungen in die KSK aufgenommen werden können. Letztendlich konnte man sich darauf einigen, dass der Künstlerbegriff nicht zu weit ausgedehnt werden sollte, sondern insgesamt eine Verbesserung der sozialen Absicherung von Solo-Selbstständigen einzufordern ist.

Das Thema Rente wurde ebenfalls diskutiert und letztendlich festgestellt, dass einer Altersarmut positiv entgegengewirkt werden könnte, wenn im Arbeitsleben angemessene Honorare bezahlt werden würden. Außerdem müsste eine Arbeitslosenversicherung für Selbstständige initiiert werden, damit sie auftragsschwache Zeiten überbrücken können, ohne die selbständige Tätigkeit aufgeben zu müssen.

Dass sich der Bund insgesamt auf eine Projekt-Förderung zurückzieht, wurde negativ bewertet. Ergebnis des Gesprächs war, dass eine Finanzierung durch den Bund auch in der Provinz  möglich sein müsste und Kultur als zwingende Pflichtaufgabe definiert sein sollte.

Weiteres Thema war die Geschlechtergerechtigkeit und die damit verbundenen Schwierigkeiten, bei freien künstlerischen Berufen Defizite durch neue Gesetze zu verändern. Eine mögliche Lösung könnten spezielle Künstler*innen-Events oder Künstler*innen-Preise sein, um damit eine Veränderung im Bewusstsein der Gesellschaft herbeizuführen.

Annemarie Helmer-Heichele nahm für den den Deutschen Kunstrat bzw. den BBK an dieser Sitzung teil.

Berlin, 22.02.2017
KSK-Widerspruchsausschuss
Der Ausschuss behandelte 58 Widerspruchsfälle, davon 32 aus dem Versichertenbereich und 26 aus dem Unternehmerbereich. In zwei Fällen wurde den Widersprüchen abgeholfen (ein Versichertenfall und ein Unternehmerfall). In einem Unternehmerfall wurde dem Widerspruch teils abgeholfen, teils wurde er zurückgewiesen.

Brüssel, 28.02.2017
Sitzung des Ausschusses für kulturelle Angelegenheiten
Im Europäischen Parlament fand die Sitzung des Ausschusses für kulturelle Angelegenheiten statt. Als Vorstandsmitglied der VG Bild-Kunst, aber auch als bildender Künstler, war Werner Schaub gebeten worden, über die Bedeutung von Verwertungsgesellschaften für die existentielle Situation von Künstler*innen zu sprechen. In seinem Referat betonte Schaub, dass diese Organisationen nicht nur den Künstler*innen dazu verhelfen, dass sie zu ihren Rechten und damit auch zu Erlösen jenseits der Veräußerung ihrer Werke kommen, sondern dass die Verwertungsgesellschaften auch auf sozialer Ebene und ebenso im Feld der Kulturförderung wichtige Beiträge leisten. Es gelte daher, diese Funktionen der Verwertungsgesellschaften zu fördern und ihre Verankerung auf der kulturpolitischen Ebene zu stärken.

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3. AKTUELLES AUS DEN BBK-VERBÄNDEN

NORDRHEIN-WESTFALEN

Jahresversammlung des BBK Bonn, Rhein-Sieg
Zwölf Jahre sind nicht genug, befanden die Künstlerinnen und Künstler des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK Bonn, Rhein-Sieg), die sich am 06.02.2017 in der Redoute in Bad Godesberg versammelt hatten, um einen neuen Vorstand zu wählen. Ihre Wahl fiel einstimmig aus, und so wird die Remagener Fotografin und Malerin Almuth Leib die Geschicke des Vereins auch weiterhin steuern. Dabei wird sie auf die erprobte Mitarbeit von Dierk Engelken als Zweitem Vorsitzenden zurückgreifen können. Weiter am Ball bleiben auch die Vorstandsmitglieder Ulrike Ankirchner, Gitta Büsch und Dorothee von Glinski. Neu ins Team gewählt wurden die Künstler Norbert Ulmann und Ursula Adrian-Rieß.
Der Verein hat inzwischen 240 Mitglieder und gehört damit zu den mitgliedstärksten in NRW. Er beeindruckt durch die hohe Zahl an Aktivitäten, zu denen wieder zahlreiche Ausstellungen im In-und Ausland gehörten. Das besondere Augenmerk gilt begabten jungen Künstlern, die im Anschluss an die Förderung durch den vom BBK Bonn, Rhein-Sieg ausgelobten Jugendkunstpreis nicht allein gelassen werden sollen. Der künstlerische Nachwuchs wird durch Extrakonditionen ermutigt; ihm wird durch das Forum Junge Kunst eine Plattform geboten.


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Redaktioneller Hinweis
Für die Rubriken „Von Kolleg/inn/en für Kolleg/inn/en“ und „Mitteilungen aus den Verbänden“ können jeweils bis zum 28. des laufenden Monats Beiträge an die Bundesgeschäftsstelle (info(at)bbk-bundesverband.de) gesandt werden. Veranstaltungen und Informationen, die nach diesem Termin stattfinden, können noch bis zum letzten Tag des Monats geschickt werden. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Texte und Ausstellungshinweise zu kürzen.
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BBK-Bundesgeschäftsstelle / Mohrenstraße 63 / 10117 Berlin
Tel. 030 2640970, Fax 030 28099305

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