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01.01.1970

Newsletter September 2017

Im Gedenken an Klaus von Gaffron

Mit überaus großem Bedauern haben wir erfahren, dass Klaus von Gaffron, der Landesvorsitzende des BBK Bayern, am 27. September 2017 verschieden ist. Unser Mitgefühl gilt seiner Witwe Hildegard, die sich in den letzten Monaten aufopferungsvoll darum bemüht hat, ihm seine angeschlagene Gesundheit so erträglich wie möglich zu machen.
Klaus von Gaffron war seit mehr als drei Jahrzehnten nicht nur Landesvorsitzender des BBK Bayern. Vielmehr verliert die Kulturszene nicht nur in Bayern, sondern weit über sein Heimatland hinaus eine Institution, bestens vernetzt nicht nur auf der kulturpolitischen, sondern auch generell auf der politischen Ebene.
Mit Klaus von Gaffron verliert nicht nur der BBK Bayern eine markante Persönlichkeit, sondern auch der BBK Bundesverband einen seiner wichtigsten Impulsgeber. Im Fokus seiner stets konstruktiven Beiträge und Initiativen stand immer das Bemühen um die Verbesserung der finanziellen, kulturellen und sozialen Belange der Künstlerinnen und Künstler.
Wir haben mit ihm auch einen guten Freund verloren.

Werner Schaub                          Annemarie Helmer-Heichele
Vorsitzender u. Sprecher          Vorsitzende

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1. HINWEISE UND INFORMATIONEN

„Kunst Wert – Aspekte zum Wert von Kunst für die Gesellschaft“
Symposion des BBK-Bundesverbandes

am 27. Oktober 2017 in der Akademie der Künste in Berlin (Pariser Platz)

Anmeldung erbeten bis 20.10.2017:
info@bbk-bundesverband.de, Fax 030 28099305
und in Kürze unter www.bbk-bundesverband.de

Programm

13:00 Uhr Eröffnung und Begrüßung
Werner Schaub, Vorsitzender des BBK-Bundesverbandes

13:15 Uhr Was leistet Kunst?
Vortrag von Prof. Dr. Jochen Hörisch Teil I
Gespräche mit Künstler*innen

15:15 Uhr Wer kann und soll sich Kunst leisten?
Vortrag von Prof. Dr. Jochen Hörisch Teil II
Gespräche mit Künstler*innen

17:00 Uhr Kunst Wert in Land und Kommune
Moderation Birgit Kolkmann, Moderatorin
- Georg Halupczok, Vorstand Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren, Mitglied im Landesbeirat Soziokultur beim Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen
- Annekatrin Klepsch, Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus der Stadt Dresden, Die Linke
- Prof. Dr. Ulrike Liedtke, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Landtag Brandenburg, SPD
- Dr. Jürgen Schütz, Landrat a. D. des Rhein-Neckar-Kreises, CDU


19:00 Uhr Ende der Veranstaltung

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14. Bundesdelegiertenversammlung des BBK

am 28. Und 29. Oktober 2017 in Berlin (im Podewil)

In der verbandsinternen Veranstaltung befassen sich die Delegierten aus den BBK-Landesverbänden mit den Aktivitäten und Finanzberichten des Bundesvorstandes und Bundesausschusses sowie Satzungsänderungen. In einem neuen kulturpolitischen Handlungsprogramm für die Zeit von 2018–2021 sollen die künftigen Aufgaben definiert werden. Zudem erfolgt die Neuwahl des Bundesvorstands und der Kassenprüfer*innen.

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„QUO VADIS: SAXA LOQUUNTUR“

Die Internationale Senefelder-Stiftung (ISS) veranstaltet am 5./6.12.2017 – zum jährlichen Tag der Lithographie – ihr erstes Kolloquium in Offenbach. Ziel der Veranstaltung ist es, nach dem Erscheinen des ersten Lehrbuchs von Alois Senefelder vor 200 Jahren über alle Aktivitäten der Lithographie zu informieren und diese zu vernetzen.
Informationen zum Programm und zu den 4 Thesen zur Lithografie:
www.senefelderstiftung.de

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Die Forderung nach einer gesetzlich verankerten Ausstellungsvergütung ist nicht neu!
Auf der Internetseite des BBK findet sich unter folgendem Link eine Chronologie zur Forderung einer Ausstellungsvergütung seit 1971:
http://www.bbk-bundesverband.de/index.php?id=914&L=%2Fproc%25252


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2. BERICHTE DES BUNDESVORSTANDES


Berlin, 04. September 2017
Kunst am Bau im Schloss
Im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) tagte die von der Stiftung Humboldt Forum eingesetzte Jury für Kunst am/im neuen Stadtschloss in Berlin. Der Wettbewerb war zweistufig ausgeschrieben worden, und zwar weltweit.
Bewertet wurden 222 Entwürfe von Ideen, die für die erste Runde eingereicht worden waren. Die Jury würdigte jeden einzelnen Entwurf eingehend. In mehreren Runden des zwei Tage dauernden Verfahrens einigte man sich am Ende auf 18 Vorschläge von Künstler*innen, die nun beauftragt werden, in der zweiten Phase des Wettbewerbs ihre Idee zu konkretisieren.
Auf Vorschlag des BBR wurde Werner Schaub einstimmig zum Vorsitzenden der Jury berufen.
Werner Schaub nahm für den BBK an der Jurysitzung teil.

Berlin, 05. September 2017
Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung
„Ständige Konferenz“ der Programmpartner – Auftakt zur 2. Förderphase
Die Förderer der ersten Förderphase von 2013 bis 2017 hatten bereits Anfang 2017 beschlossen, das Gremium der „Ständigen Konferenz“ als vom Ministerium unabhängige Plattform zum Austausch in der zweiten Förderphase beizubehalten.
Eingeladen zu dieser Auftaktveranstaltung waren alle Bundesverbände und Förderer, die vom BMBF ausgewählt und aufgefordert wurden, formale Anträge für die zweite Förderphase des Programms von 2018 bis 2022 einzureichen. Unter den 32 Verbänden und Initiativen gibt es 25 Akteure, die bereits in der ersten Förderphase beteiligt waren, sieben Förderinteressenten sind neu dabei.
Die Ständige Konferenz begrüßte als Gast Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, in der Runde, der den Erfolg der ersten Förderphase betonte. Er referierte über die politischen Rahmenbedingungen des Förderprogramms und seiner Verstetigung – auch in Bezug auf möglicherweise veränderte Zuschnitte und damit Zuständigkeiten von Bundesministerien nach der Bundestagswahl.
Im zweiten Teil der Konferenz fand ein Austausch zur Planung und Umsetzung der zweiten Förderperiode statt, bei dem insbesondere die neuen Akteure von den Erfahrungen der Förderer aus der ersten Phase profitieren konnten.
Vertreter*innen des Qualitätsverbunds „Kultur macht stark“ und der Servicestellen aus einigen Bundesländern berichteten zu den Aufgaben und Zielen ihrer Einrichtungen, die die Umsetzung des Förderprogramms begleiten werden.
Für den BBK nahmen Andrea Gysi und Ulrike Westphal an der Ständigen Konferenz teil.

Berlin, 09. September 2017
Ausstellungsvergütung: Austausch zwischen Bundesvorstand und BBK-Landesverbänden
Die Arbeitsgruppe des Bundesvorstands zum Thema Ausstellungsvergütung hatte Vertreter*innen der Landesverbände eingeladen, sich mit dem Bundesvorstand über den Stand in Bund und Ländern, die Aktivtäten der Landesverbände und auch die gemeinsame Position auszutauschen. Dazu lag eine ausführliche Tabelle über alle bis dahin bekannten Regelungen unterhalb eines Gesetzes vor. Der Entwurf für ein Positionspapier mit Forderungen für die Bundesebene und Vorschlägen für die Landes- und Bezirksebene wurde
diskutiert und ergänzt. Es soll in Kürze allen Verbänden für die weitere Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Die Fortsetzung des Austauschs wurde verabredet, insbesondere sollen die BBK-Verbände neue Entwicklungen in Land und Region, z. B. Förderrichtlinie, in denen Ausstellungsvergütungen vorgesehen sind, möglichst schnell an die AG des Vorstands kommunizieren. Ob die Forderung nach Verankerung der Ausstellungsvergütung im Urheberrecht eine neue Dynamik entwickeln kann, hängt sehr vom Ausgang der Bundestagswahl ab (Red.: die Chancen stehen wohl eher schlecht…)
Für den BBK nahm Andrea Gysi an der Veranstaltung teil.

Berlin, 10./11. September 2017
Sitzungen des BBK–Bundesvorstands und Vorstands des Kulturwerks des BBK
Ganz im Zeichen der bevorstehenden Bundesdelegiertenversammlung am 28./29.10.2017 in Berlin widmete sich die Sitzung vor allem ihrer Vorbereitung. Diskutiert und beschlossen wurde der Rechenschaftsbericht des Bundesvorstands, in dem dessen Aktivitäten in den vergangenen vier Jahren dargelegt werden. Den Blick in die Zukunft richtet der Entwurf eines neuen Kulturpolitischen Handlungsprogramms, mit dem die Bundesdelegiertenversammlung die Aufgabenfelder und Forderungen für die nächsten vier Jahre definieren soll – gerade zeitlich passend zu den dann laufenden Koalitionsgesprächen auf Bundesebene.
Wie in jeder Vorstandssitzung wurde der BBK-Haushalt ebenso wie sämtliche vom BBK durchgeführten Projekte hinsichtlich inhaltlicher Umsetzung und der Projekthaushalte besprochen. Thema war auch ein Austausch über die Ergebnisse des Treffens mit den Landesverbänden zur Ausstellungsvergütung. Informiert wurde auch über die neuen Anforderungen an das Förderprogramm „Kultur macht stark“ ab 2018, für das der BBK eine Förderzusage erhalten hat.
Der Vorstand des Kulturwerks des BBK e. V. befasste sich vor allem mit der Titelthema-Planung für die nächsten Ausgaben von kultur politik.
An der Sitzung nahmen Werner Schaub, Erhard Kalina, André Kestel, Benjamin Schubert, Priska Streit und Ulla Windheuser-Schwarz teil, Annemarie Helmer-Heichele war entschuldigt. Seitens der Geschäftsstellen waren Manfred Kohlhaas und Andrea Gysi dabei.

Berlin, 12. September 2017
Initiative Urheberrecht
Im Haus der Kulturverbände trafen sich die Organisationen der Initiative Urheberrecht zu einer Sitzung. Der Sprecher der Initiative, Prof. Dr. Pfennig, berichtete über die aktuelle politische Situation bezüglich der rechtlichen Interessen der Urheber*innen sowie über verschiedene Aktivitäten auf diesen Gebieten:
  • Der frühere EU-Digitalkommissar Günther Oettinger hatte in seiner Amtszeit ein europäisches Leistungsschutzrecht vorgeschlagen, mit dem auch Urheber*innen besser gestellt worden wären – hatte sich aber leider damit nicht durchsetzen können. Axel Voss (CDU) von der EVP-Fraktion ist es nun gelungen, als Verhandlungsführer Oettingers Vorstoß wieder aufzugreifen, mit Erfolg: Die 216 Abgeordneten seiner Fraktion stehen nun hinter der Idee eines europäischen Leistungsschutzrechtes, das nun gute Aussichten hat, realisiert zu werden. (Siehe dazu auch Artikel „Neue Freunde für ein europäisches Leistungsschutzrecht“ in der FAZ vom 5. 8. 2017)
  • Debattiert wurde über den neuen „Rundfunk-Änderungs-Staatsvertrag“, der derzeit noch in der Länderkammer diskutiert wird. Hier gilt es, darauf zu dringen, dass auch Vergütungsregeln für Urheber*innen mit bedacht werden. Klarzustellen ist dabei auch, aus welchen Finanzmitteln diese zu generieren sind.
  • Angesprochen wurde außerdem das Paket zur Modernisierung des Urhebervertragsrechtes auf europäischer Ebene, also eine Verordnung zur Kabel- und Satelliten-Weiterleitung unter Wahrung der Rechte und Entschädigung der Urheber*innen.
  • Nachdem der Europäische Gerichtshof die völlige „Netz-Freiheit“ unterstrichen hatte, wonach z. B. Werke, einmal ins Netz gestellt, ohne Schranken und ohne Abgaben an die Urheber*innen genutzt werden dürfen, sieht sich das Parlament nun offenbar in der Pflicht, gesetzliche Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um dies zu unterbinden.

Am 20. November werden solche, aber auch andere Themenbereiche, umfassend bei der 5. Urheberrechtskonferenz in der Akademie der Künste Berlin diskutiert. Informationen zu dieser Veranstaltung sind zu finden unter www.urheber.info.Für den BBK nahm Werner Schaub an dieser Sitzung teil.

Dublin, 13. bis 16. September 2017
IAA Europe General Assembly
Vom 13.–16. September 2017 fand in Dublin eine Sitzung des Vorstandes der IAA Europe statt, anschließend deren diesjährige General Assembly. Diskutiert wurde vor allem die Idee des Welt-Vorstandes, die Mitgliedschaft auch für individuelle Künstler*innen statt nur für Künstlerverbände zu öffnen. Diese Idee wurde fast einhellig als nicht zielführend verworfen.
Für das kommende Jahr 2018 wurde beschlossen, die nächste General Assembly entweder in Berlin oder in Brüssel zu veranstalten und dazu ein Symposion zu Fragen des Urheberrechts auf europäischer Ebene zu organisieren. Die Entscheidung über den Ort wurde dem Vorstand übertragen.
Für den BBK nahm Werner Schaub an der Veranstaltung teil.

Berlin, 18. September 2017
Sachverständigenkreis Kunst am Bau
Im Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit tagte der Sachverständigenkreis Kunst am Bau der Bundesregierung. Da dies die letzte Sitzung in dieser Legislaturperiode war, ging es vor allem um ein Resümee der letzten vier Jahre. Besonders hervorgehoben wurde das Projekt des „Museum der 1000 Orte“, das erfolgreich auf den Weg gebracht wurde und von der Ministerin am 21. Juni der Öffentlichkeit vorgestellt worden war.
Werner Schaub als Mitglied des Gremiums berichtete über die erste Stufe des offenen Wettbewerbs für Kunst am Bau im Humboldt Forum Stadtschloss Berlin. Zudem forderte er das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung auf, der neuen Bundesregierung vorzuschlagen, auch für die nächste Legislaturperiode den Sachverständigenkreis wieder einzurichten. Schaub stellte klar, dass er hierfür nicht mehr zur Verfügung stehen möchte, machte aber deutlich, dass er sich dafür einsetze, dass eine für den Sachverständigenkreis vom BBK vorgeschlagene, kompetente Künstlerpersönlichkeit in diesen berufen werde.

Berlin, 26. September 2017
KSK Widerspruchsausschuss
Der Widerspruchsausschuss behandelte 41 Fälle, davon 30 aus dem Versichertenbereich und 11 aus dem Unternehmerbereich.

Berlin, 27. September 2017
Kulturgroschen 2018
Es wurden insgesamt zwölf Vorschläge eingebracht. Nach eingehenden Diskussionen und drei Jury-Runden, die sehr lebendig, aber dennoch ohne Aggressionen geführt wurden, konnte eine mehrheitliche Entscheidung getroffen werden. Auf Empfehlung des Geschäftsführers wurde beschlossen, die Nennung des Preisträgers zurzeit noch nicht in der Öffentlichkeit bekannt zu geben. Selbstverständlich halten auch wir uns daran – ich bitte um Verständnis.
Für den Deutschen Kunstrat nahm Annemarie Helmer-Heichele an dieser Sitzung teil.

Berlin, 27. September 2017
Sprecherrat des Deutschen Kulturrats
Nach den Regularien wurde von den Vorsitzenden und der Geschäftsführung über deren überaus intensive und vielfältige Arbeit berichtet. Von der Zeit zwischen dem 19.06.2017 und dem 21.09.2017 wurden insgesamt 43 Gespräche mit Vorsitzenden anderer Verbände geführt. Des Weiteren wurde an Veranstaltungen, zum Teil auch als Vortragende, teilgenommen, ebenso wie an Fachtagungen u. a. An die Berichte schloss sich eine intensive Diskussion über das Ergebnis der Bundestagswahl an. Natürlich war das Wahlergebnis der AfD das herausragende Thema. Es wurde beschlossen, eine (bereits vom Vorstand vorbereitete) Resolution zu diskutieren, die dann mit einstimmigem Ergebnis verabschiedet werden konnte. Anschließend wurden noch Nachbenennungen von Fachausschuss-Mitgliedern bekannt gegeben sowie die Bestätigung der von den Sektionen vorgeschlagenen Mitglieder der adhoc-AG Digitalisierung und des Arbeitskreises Geschlechtergerechtigkeit beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde auch über den Ablauf der Nachbesetzungsfrist in den Fachausschüssen diskutiert. Das Ergebnis: Die erst kürzlich beschlossene Frist, innerhalb derer Mitglieder nachbenannt werden können, wird nicht wieder geöffnet. Unter dem TOP „Verschiedenes“ wurden schließlich noch die Präsidiums-Wahlen angesprochen. Eine Entscheidung über die Möglichkeit der Wiederwahl von Präsidiumsmitgliedern soll im März 2018 getroffen werden.
Für den Deutschen Kunstrat nahm Annemarie Helmer-Heichele als eine der beiden Sprecher*innen des Deutschen Kunstrats an dieser Sitzung teil.

Berlin, 28. September 2017
Deutscher Kunstrat: Cartoonlobby e. V. ist jetzt auch Mitglied
In seiner 2. diesjährigen Mitgliederversammlung konnte der Deutsche Kunstrat ein neues Mitglied begrüßen: den bundesweit tätigen Verband cartoonlobby e. V., der mit einstimmigem Beschluss in den Deutschen Kunstrat aufgenommen wurde. Cartoonlobby e. V. engagiert sich für die „Förderung der visuellen Satire und des visuellen Humors als Kunstgattung, gesellschaftliche Kommunikationsform und Art der künstlerisch kreativen Erwerbstätigkeit“ (www.cartoonlobby.de). Der Ausgang der Bundestagswahl prägte die weitere Diskussion: Annemarie Helmer-Heichele und Wolfgang Suttner berichteten von einem Offene Brief des Kulturrats und Persönlichkeiten aus Politik und Kultur an die Fraktionen im Deutschen Bundestag, mit dem gefordert wird, der AFD nicht den Vorsitz im Kulturausschuss zu überlassen. Einstimmig beschlossen wurde, eine eigene Resolution des Deutschen Kunstrates zu verfassen, dazu aufzufordern, die Abgeordneten in den Wahlkreisen auf die Problematik aufmerksam zu machen und diese Resolution als Basis für eigene Resolutionen der Mitgliedsverbände des Deutschen Kunstrats an die Mitglieder weiterzuleiten. Zusätzlich wurde vorgeschlagen, eine Protest-Kultur-Aktion zu planen, um Aufmerksamkeit bei der Bevölkerung zu erzielen. Entsprechende Ideen sollten von den Mitgliedern eingebracht werden. Auch dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst und am nächsten Tag in der Mitgliederversammlung des Deutschen Kulturrats eingebracht werden.
Werner Schaub unterbreitete ferner Vorschläge zur strukturellen Veränderung des Deutschen Kulturrates. Zum einen regt er an, unter Stellungnahmen des Kulturrates auch Minderheitsvoten zu veröffentlichen, die sich aus den Diskussion in den Fachausschüssen ergeben, sowie jeweils kurz summarisch Forderungen einer Stellungnahme am Ende zusammenzufassen. Zum anderen wurde auf seine Anregung hin eine adhoc-AG gegründet, die sich mit Vorschlägen zur strukturellen Stärkung der Fachausschüsse befassen soll.
Schließlich beschloss der Kunstrat, sich in seiner nächsten Sitzung vertieft mit dem Thema Kunst im Schulunterricht auseinanderzusetzen, dazu soll auch der Präsident des BDK -Fachverbands für Kunstpädagogik eingeladen werden.
Für den BBK nahm Annemarie Helmer-Heichele als Sprecherin an der Sitzung teil, Andrea Gysi als Geschäftsführerin. Werner Schaub vertrat die IGBK.

Berlin, 28. September 2017
Jahresmitgliederversammlung des Deutschen Kulturrates
Nach Begrüßung, Wahl der Protokollführerin, Genehmigung der Tagesordnung und des letzten Protokolls wurde der Kollege Bleicher-Nagelsmann, langjähriger ver.di-Vertreter im Deutschen Kulturrat, verabschiedet und mit dem vergoldeten 'K' des Deutschen Kulturrats ausgezeichnet. Anschließend gab es ein Impuls-Referat von Reiner Hoffmann, dem Vorsitzenden des DGB, mit anschließender Diskussion. Danach berichtete der Vorstand über seine geleistete Arbeit, und es folgte die Vorstellung des Haushaltsabschlusses 2016. Die Kassenprüfer lobten die Buchführung ausführlich. Die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig. Der Haushaltsentwurf für 2018 wurde vorgestellt und einstimmig beschlossen. In der kulturpolitischen Diskussion und dem Ausblick auf 2018 wurde wieder über den Wahlsieg der AfD diskutiert. In diesem Zusammenhang wurde der am Tag zuvor gefasste Beschluss des Kunstrats vorgestellt, eine spartenübergreifende Protest-Kultur-Aktion zu planen. Dieser Vorschlag wurde positiv aufgenommen und diskutiert. Außerdem wurde überlegt, dass eine Logo-Aktion stattfinden sollte, damit der Protest im Kulturbereich nicht nur dort wahrgenommen wird, sondern möglichst breit bekannt gemacht werden kann. Es soll auf allen Briefen, Kuverts, Mails und an allen möglichen Orten (Kleidung, evtl. Plakaten, usw.) Plaketten und Aufkleber angebracht werden. Erfreulicherweise wurde dieser Vorschlag positiv aufgenommen, und die Geschäftsführung teilte mit, dass dafür ein Titel im Haushalt 2018 genutzt werden könnte. Ein entsprechender Beschluss wurde einstimmig gefasst. An dieser Sitzung nahmen Annemarie Helmer-Heichele (BBK) und Werner Schaub (IGBK) für den Deutschen Kunstrat teil. Der Deutsche Kunstrat war mit einer ausreichenden Anzahl an Mitgliedern in der Sitzung vertreten, sodass alle sieben Stimmkarten der Sektion an einzelne Mitglieder übergeben werden konnten und eine Stimmenhäufung nicht erforderlich war.

Berlin, 29. September 2017
Humboldt Forum, Rückfragenkolloquium
In einem Baucontainer auf der Baustelle des entstehenden Humboldt Forum im Stadtschloss fand das Rückfragenkolloquium für die 18 Künstlerinnen statt, die für die zweite Runde des Wettbewerbs zu Kunst an diesem Bau von der Jury ausgewählt worden waren.
Zunächst konnten die Künstlerinnen bei einer Begehung die beiden Orte in Augenschein nehmen. Anschließend wurde von Seiten des BBR, des Architekten Stella und des Vorsitzenden der Jury, Werner Schaub, deren Fragen ausführlich beantwortet und schriftlich fixiert.
Werner Schaub nahm für den BBK am Rückfragenkolloquium teil.

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V.i.S.d.P.: Werner Schaub

Imagine Peace, Feldweg Asperden
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