In der Altersvorsorge ist zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und der privaten Altersvorsorge zu unterscheiden. Daneben gibt es die staatlich geförderte Zusatzvorsorge (Riester, Rürup) und berufsständische Versorgungseinrichtungen. 

Künstler*innen, die über die KSK pflichtversichert sind, zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Ausnahmen von der Versicherungspflicht sind auf https://www.kuenstlersozialkasse.de/kuenstler-und-publizisten/ausnahmen.html beschrieben.

Alle anderen selbstständig Tätigen haben eine Entscheidung zwischen dem Beitritt in die gesetzliche Rentenversicherung und einer privaten Altersvorsorge oder zu treffen. Noch ist die Altersvorsorge nicht verpflichtend, die Einführung einer Pflichtversicherung für Selbstständige ist jedoch in der Diskussion.  

Wer nicht oder nicht mehr pflichtversichert ist und noch nicht das Renteneintrittsalter erreicht hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen freiwillige Beitragszahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung leisten und so eine Altersversorgung sichern. Informationen zu den Voraussetzungen und der Höhe der Beiträge finden sich in der Information der Deutschen Rentenversicherung in der rechten Spalte.


Grundrente

Ab 1. Januar 2021 soll es eine sogenannte Grundrente geben. Die Bundesregierung will Geringverdiener*innen, die mindestens 33 Jahre für rentenrelevante Versicherungszeiten hatten, eine Aufstockung der Rente über die Grundsicherung hinaus bieten – als Anerkennung ihrer Lebensleistung. Problem: Mit der zweiten Hürde für den Bezug von Grundrente, schließen sie nach dem derzeitigen Stand absehbar viele Künstler*innen aus: Verlangt wird nämlich, dass in den versicherungsrelevanten Zeiten mindestens ein Drittel des durchschnittlichen Einkommens in Deutschland erwirtschaftet wurde. Das schaffen viele Kreative nicht, wie die Zahlen aus der Umfrage des BBK und auch von der Künstlersozialkasse belegen. Der BBK setzt sich für eine Absenkung dieser Hürde ein.