Die Deutsche Künstlerhilfe ermöglicht eine finanzielle Unterstützung für Künstler*innen in sozialen Notlagen. Gegründet von Bundespräsident Theodor Heuss kann sie Künstler*innen aller Sparten, die mit ihrem Werk eine kulturelle Leistung für die Bundesrepublik Deutschland erbracht haben und die durch Krankheit, Alter oder widrige Umstände in wirtschaftliche Bedrängnis geraten sind, gewährt werden. Die Künstlerhilfe ist eine sog. Ehrengabe des Bundespräsidenten als Ausdruck des Dankes und der Anerkennung des künstlerischen Schaffens, sie ersetzt keine Sozialleistung im Sinne des SGB.

Das Vorschlagsrecht gegenüber dem Bundespräsidenten für die Unterstützung aus der Künstlerhilfe liegt bei den Kultusministerien bzw. -Senatoren der Bundesländer, in denen Künstler*innen ihren Wohnsitz haben. Gegenüber den Ländern sind auch Verbände, Akademien und Einzelpersönlichkeiten vorschlagsberechtigt. Künstler*innen können auch um Unterstützung nachsuchen. Unmittelbar an den Bundespräsidenten oder das Bundespräsidialamt gerichtete Anträge werden den Ländern zur Prüfung übersandt.

Es können nur eine begrenzte Anzahl an Künstler*innen pro Bundesland unterstützt werden. Die Unterstützungen werden je nach Vorschlag laufend (drei Zahlungen im Jahr) oder einmalig (Wiederholung möglich) gewährt. In besonderen Notlagen können Empfänger von laufenden Unterstützungen daneben auch einmalige Sonderzuwendungen erhalten. Beim Ableben von laufend Betreuten erhält der hinterbliebene Ehegatte eine letztmalige Zuwendung als Beitrag zu den Bestattungskosten.

Deutsche Künstlerhilfe
Bundespräsidialamt
Spreeweg 1, 10557 Berlin

Tel.: 030 2000-0
Fax: 030 2000-1999
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