Finanzielle Unterstützung für Künstler/innen in sozialen Notlagen

Stiftung Sozialwerk

Die Stiftung Sozialwerk der VG Bild-Kunst ist eine selbstständige Stiftung bürgerlichen Rechts. Sie gewährt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Urhebern im visuellen Bereich finanzielle Unterstützung in sozialen Notlagen, bei Erwerbs- und Berufsunfähigkeit sowie im Alter. Ihre Mittel erhält sie in erster Linie aus den Erträgen der VG Bild-Kunst. Weitere Mittel erhält die Stiftung aus Spenden und Nachlässen. Ein Rechtsanspruch auf Leistungen der Stiftung besteht nicht.

Antragsstellung und Mittelvergabe:

Antragsberechtigt sind Mitglieder der VG Bild-Kunst und in besonderen Einzelfällen deren überlebende Ehepartner*innen. Der Antrag auf Unterstützung erfolgt direkt über die Stiftung. Über die Anträge auf Unterstützung –  einmalige oder befristete Hilfen als Überbrückungszahlungen oder laufende Unterstützungen bei Unterversorgung auf Grund von Unfall, Krankheit oder im Rentenalter, entscheiden die ehrenamtlichen Beiräte der Berufsgruppen.  

VG Bild-Kunst
Geschäftsstelle Stiftung Sozialwerk

Patricia Tarlinsky
Tel.: 0228 91534 22, Fax: 0228 91534 59
tarlinsky(at)bildkunst.de
www.bildkunst.de

 

Unterstützungsrichtlinien zum Download

www.bildkunst.de/vg-bild-kunst/stiftung-sozialwerk.html


Deutsche Künstlerhilfe

Die Deutsche Künstlerhilfe ermöglicht eine finanzielle Unterstützung für Künstler*innen in sozialen Notlagen. Gegründet von Bundespräsident Theodor Heuss kann sie Künstler*innen aller Sparten, die mit ihrem Werk eine kulturelle Leistung für die Bundesrepublik Deutschland erbracht haben und die durch Krankheit, Alter oder widrige Umstände in wirtschaftliche Bedrängnis geraten sind, gewährt werden. Die Künstlerhilfe ist eine sog. Ehrengabe des Bundespräsidenten als Ausdruck des Dankes und der Anerkennung des künstlerischen Schaffens, sie ersetzt keine Sozialleistung im Sinne des SGB.

Das Vorschlagsrecht gegenüber dem Bundespräsidenten für die Unterstützung aus der Künstlerhilfe liegt bei den Kultusministerien bzw. -Senatoren der Bundesländer, in denen Künstler*innen ihren Wohnsitz haben. Gegenüber den Ländern sind auch Verbände, Akademien und Einzelpersönlichkeiten vorschlagsberechtigt. Künstler*innen können auch um Unterstützung nachsuchen. Unmittelbar an den Bundespräsidenten oder das Bundespräsidialamt gerichtete Anträge werden den Ländern zur Prüfung übersandt.

Es können nur eine begrenzte Anzahl an Künstler*innen pro Bundesland unterstützt werden. Die Unterstützungen werden je nach Vorschlag laufend (drei Zahlungen im Jahr) oder einmalig (Wiederholung möglich) gewährt. In besonderen Notlagen können Empfänger von laufenden Unterstützungen daneben auch einmalige Sonderzuwendungen erhalten. Beim Ableben von laufend Betreuten erhält der hinterbliebene Ehegatte eine letztmalige Zuwendung als Beitrag zu den Bestattungskosten.

Deutsche Künstlerhilfe
Bundespräsidialamt
Spreeweg 1, 10557 Berlin

Tel.: 030 2000-0
Fax: 030 2000-1999
poststelle(at)bpra.bund.de

Existenzgründung

Hier finden Sie ein Angebot des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) zum Thema "Existenzgründung".

Vorgezogenes Krankentagegeld

Mitglieder der Künstlersozialkasse konnten bisher den Zeitraum zwischen dem 15. und 42. Krankheitstag durch Zusatzzahlungen selbst versichern. Diese zusätzliche Versicherungsmöglichkeit gibt es seit dem 1.1.2009 in dieser Form nicht mehr. Die (meisten) Krankenkassen bieten dafür jetzt einen günstigen Wahltarif für KSK-Mitglieder an.
Ggf. sollte der Wechsel in eine andere Krankenkasse in Erwägung gezogen werden.

Rente

Hinzuverdienst bei Bezug einer Rente vor Erreichen des Rentenregelalters

Arbeitslosengeld II

Kunstschaffende, die ihre Tätigkeit selbständig ausüben, haben,– wenn sie in eine finanzielle Notlage geraten, Anspruch auf ALG II.


Der BBK hat sich frühzeitig dafür eingesetzt, dass bei der Anwendung der Regelungen des ALG II Rücksicht auf die besondere Situation der freiberuflich arbeitenden Künstler*innen genommen wird, da sie z.B. nicht im eigentlichen Sinne arbeitslos sind. Ihr Atelier ist eine Grundvoraussetzung für die Ausübung ihres Berufes. Erst nach Intervention des BBK wurde z.B. in dieser Frage eine Regelung geschaffen, die es ALG II-Empfängern erlaubt, die Atelierkosten über Betriebseinnahmen zu finanzieren.
Wie sich gezeigt hat, sind jedoch weitere Anpassungen dringend erforderlich. Der BBK informiert Sie über seine Aktivitäten in seinem Newsletter.

Berufsgenossenschaft
gesetzliche Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung durch eine Berufsgenossenschaft ist Pflicht für alle, die Angestellte beschäftigen. Sie ist ein Zweig der Sozialversicherung.
Die Berufgenossenschaften leisten Unterstützung zur Vermeidung von Unfällen am Arbeitsplatz und übernehmen z.B. Kosten für medizinische Leistungen nach Arbeitsunfällen und Renten bei Arbeitsunfähigkeit nach einem Unfall.
Die Zugehörigkeit zu einer Berufsgenossenschaft - auch für selbständige Künstlerinnen und Künstler - ist abhängig von den Merkmalen der ausgeübten Tätigkeit. Daher ist am Beginn der Berufsausübung festzustellen, welcher Berufsgenossenschaft ein Künstler zuzuordnen ist und ob Versicherungspflicht besteht. Dabei werden z.B Grafiker und Fotografen der „Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse“ zugeordnet, die für ihren Wirkungskreis die Versicherungspflicht festgelegt hat.

Weiterführende Informationen:

Verwaltungsberufsgenossenschaft (für alle Sparten): www.vbg.de

Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse: www.bgetem.de