BBK Bundesverband

März 2020

Liebe Newsletter-Abonnent*innen,

wie gerne schrieben wir an dieser Stelle: Krise überwunden, es geht wieder los, alle Kraft voraus, endlich wieder Kunst und Kultur satt. Aber davon sind wir wohl noch ziemlich weit entfernt. Deshalb heißt es für die meisten: zuhause bleiben, das Dickicht der Hilfsankündigungen durchschauen, Anträge stellen, vorübergehend alternative Jobmöglichkeiten eruieren, für das Danach planen. Wir versuchen, im Überblick über Bundes-, Länder- und andere Hilfen zu informieren: www.bbk-bundesverband.de/aktuelles/corona-pandemie/

Schon jetzt wissen wir aber, dass es künftig ein Vor-Corona/Nach-Corona geben wird, wir alle einen langen Atem brauchen werden, um diesen drastischen Einschnitt zu überstehen. Wie sehr Kultur fehlt, wenn sie fehlt – das ist nun wahrlich für alle offenbar geworden.

Perspektivisch geht es darum, kluge, zukunftsweisende, nachhaltige Lehren zu ziehen: Was brauchen Künstler*innen, was brauchen Kunst und Kultur, um als Katalysatoren einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft wirksam sein zu können, und zwar auch in Krisenzeiten?

Auch dafür bitten wir Sie herzlich: Beteiligen Sie sich an der Umfrage zur wirtschaftlichen und sozialen Situation Bildender Künstler*innen

Zuallererst wünschen wir Ihnen Gesundheit und, dass Sie einigermaßen gut und ohne schlimme Verluste durch diese schweren Zeiten kommen. Und dann wünschen wir uns, dass wir spätestens den übernächsten Newsletter damit einleiten können: Endlich …

Bleiben Sie gesund!

Ihre Newsletter-Redaktion

 

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INFORMATIONEN

MITMACHEN! Umfrage des BBK zur wirtschaftlichen und sozialen Situation Bildender Künstler*innen

Bis 15. Mai 2020 können Bildende Künstler*innen noch an der Umfrage teilnehmen. Generell und gerade für die Zeit nach Corona: Wir werden um den Erhalt der kulturellen Infrastruktur und faire Bedingungen für Künstler*innen hart ringen müssen. Dafür brauchen wir verlässliche Zahlen! Deshalb bitten wir alle professionellen Bildenden Künstler*innen, ob BBK-Mitglied oder nicht, sich zu beteiligen!
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Jetzt Projektmittel beantragen!

Kulturelle Bildung ist nötiger denn je nach der langen Zeit der Kontaktbeschränkungen. Es zeichnet sich ab, dass bald auch Projekte kultureller Bildung wieder möglich sein werden. Der BBK hat die aktuelle Ausschreibung bis 31. Mai 2020 verlängert. Die Arbeit mit den Kindern könnte dann ab Mitte August 2020 starten! Konzepte für digitale/kontaktlose Projekte können auch kurzfristiger bewilligt werden.
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CORONA – CORONA – CORONA

Lebenshaltungskosten Solo-Selbstständiger bundesweit in die Soforthilfen einzubeziehen, Öffnung von Ausstellungsorten im Rahmen der ersten Lockerungen der Beschränkungen und die große Frage nach dem Wie-weiter – das sind aktuell die vorherrschenden Themen in puncto Corona. Wir aktualisieren täglich hier:
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Corona I: Bundes-Soforthilfe auch für Lebenshaltungskosten Solo-Selbstständiger!

BBK, Allianz Freier Künste, Deutscher Kulturrat und tausende Künstler*innen und Solo-Selbstständige aller Sparten fordern, dass es endlich zu einer bundeseinheitlichen Regelung zur Existenzsicherung kommt. Berlin und NRW hatten es zuerst mit ihren nun ausgeschöpften Länder-Soforthilfen ermöglicht: Künstler*innen und andere Solo-Selbstständige konnten Unterstützung für ihre Lebenshaltungskosten beantragen. Die Bundes-Soforthilfe sieht dies bisher nicht vor, einzige Ausnahme (Stand 30. April 2020) Baden-Württemberg.
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Corona II: Resolution des Deutschen Kulturrates für einen Kulturinfrastrukturfonds

Ergänzend zu den ersten Soforthilfe-Maßnahmen von Bund und Ländern müsse zur Rettung der kulturellen Infrastruktur ein Kulturinfrastrukturfonds aufgesetzt werden, so fordert dies der Deutsche Kulturrat in einer am 30. April 2020 veröffentlichten Resolution. Die Forderung scheint auf fruchtbaren Boden zu fallen: Kulturstaatsministerin Monika Grütters will darüber mit dem Wirtschaftsminister verhandeln.
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Corona III: Bundestagsausschuss Kultur und Medien zu den Auswirkungen für Kultur und Kreative

Pro Fraktion je ein*e Abgeordnete*r – so reduziert tagte am 22. April 2020 der Ausschuss für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag zu den Auswirkungen der Pandemie auf den Kultur- und Kreativsektor. Kulturstaatsministerin Monika Grütters informierte über Maßnahmen des Bundes. Olaf Zimmermann formulierte für den Deutschen Kulturrat und seine Mitgliedsverbände Forderungen zur Unterstützung der Kreativen: Bundesweit müsse ein Drittel der Bundes-Soforthilfen für Solo-Selbstständige für deren Lebensunterhaltskosten zur Verfügung stehen. Zudem sei schnell ein Kulturinfrastrukturfonds aufzulegen, um die Vielfalt der Kultur strukturell und längerfristig wiederzubeleben und zu sichern.
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Corona IV: Öffnung von Orten für Kunst und kulturelle Bildung – mit Abstand und Hygiene

Der Kunst-Lockdown wird gelockert. In einigen Bundesländern durften Galerien mit einer Ausstellungsfläche unter 800 qm bereits öffnen, die Museen bereiten sich ebenfalls vor. Dringend wird dies auch für Orte kultureller Bildung.
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Corona V: Offener Brief an EU-Kommission

Der grüne Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Niklas Nienaß, richtete an die EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten einen Offenen Brief:
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Corona VI: Kulturpolitische Gesellschaft – Essays zur Corona-Krise

Im Kontext der Corona-Pandemie startete die Kulturpolitische Gesellschaft einen Diskurs über zukunftsweisende Leitbilder für die Kulturpolitik. Dazu wurden in einem Open-Call verschiedene Expert*innen eingeladen, in einem kurzen Essay eigene Visionen zur Reflexion der Krise zu formulieren.
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Grundrente – war da nicht noch was?

Genau: Die Bundesregierung hatte sich auf einen Regierungsentwurf geeinigt, der bereits im Bundestag eingereicht wurde – Corona-bedingt lässt die erste Debatte auf sich warten. Und stimmt, da gab es einen Haken: Das geforderte Mindesteinkommen ist zu hoch angesetzt. Den Appell, dieses abzusenken, haben bereits mehr als 45.000 Menschen unterstützt.
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Urheberrecht wichtiger denn je

„Die Corona-Krise hat die Bedeutung des Urheberrechts für die kreativen, kulturschaffenden Menschen und für die Vermittler, die Kulturunternehmen aller Art, noch stärker hervorgehoben”, so der Sprecher der Initiative Urheberrecht, Prof. Dr. Gerhard Pfennig in das "Digital Symposion" der Reihe "Creative Content und digitale Diskurse" am 23. April 2020, dem Welttag des Buches und des Urheberrechts. Er forderte eine Umsetzung der DSM-Richtlinie möglichst noch in diesem Jahr.
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Norbert Blüm
Nachruf von Prof. Dr. Gerhard Pfennig

Am 24. April 2020 ist Norbert Blüm gestorben. Berühmt war der langjährige Arbeits- und Sozialminister Helmut Kohls (1982–1998) durch seine Erklärung „Die Rente ist sicher“ geworden; das galt auch für die Rente der Mitglieder der Künstlersozialkasse, für die er seit Beginn ihrer Arbeit zuständig war. Denn Blüm war selbst Autor vieler Bücher und Texte, Kabarettist und Vater eines Sohns, der seit vielen Jahren in einer Kölner Kultband eine wichtige Rolle spielt. Bei ihm war schon deshalb die KSK vor allen Angriffen ihrer anfangs noch zahlreichen Gegner sicher.
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TERMINE +++ TERMINE +++ TERMINE

8./9. Mai 2020: Glänzende Aktionstage der VIELEN zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und zum Europatag

Der 8. Mai ist dieses Jahr einmaliger gesetzlicher Feiertag in Berlin. DIE VIELEN fragen: Warum nur einmalig? Und warum nur in Berlin? Die Initiative organisiert am 8. und 9. Mai 2020 GLÄNZENDE AKTIONSTAGE, um den 75. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus und die Beendigung des Zweiten Weltkrieges zu feiern sowie am folgenden Tag, dem Europatag, ein offenes EUROPA DER VIELEN zu proklamieren.
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15. Mai 2020: Umfrage des BBK zur wirtschaftlichen und sozialen Situation Bildender Künstler*innen

Auch und gerade für die Zeit nach Corona: Wir brauchen verlässliche Zahlen!!! Denn wir werden um den Erhalt der kulturellen Infrastruktur, einen lebendigen Kunstbetrieb und vielfältige Ausstellungen hart ringen müssen. Deshalb bitten wir Sie, sich an der Umfrage zur sozialen und wirtschaftlichen Situation Bildender Künstler*innen zu beteiligen.
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30. Juni 2020: Stiftung Kunstfonds – Ausschreibung Ausstellungs- und Publikationsförderung in 2021

Künstler*innengruppen, Kunstvereine, Künstlerhäuser, Galerien, Kultureinrichtungen, Museen, Verlage und freie Kurator*innen können finanzielle Zuschüsse für Ausstellungen, Projekte und Publikationen zur zeitgenössischen bildenden Kunst mit nationalem Schwerpunkt beantragen. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2020 (Online-Einreichung).
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+++ SAVE THE DATE +++
13. November 2020: BBK-Symposion zu den Ergebnissen der Umfrage 2020

Die Umfrage des BBK-Bundesverbandes zur wirtschaftlichen und sozialen Situation Bildender Künstler*innen hat durch die Corona-Krise nochmal an Brisanz gewonnen. Deshalb wird sich das Symposion vor allem der Frage widmen, wie das Einkommen und die Altersversorgung für Bildende Künstler*innen langfristig sicherer und krisenfester gemacht werden kann. Stichworte sind hier u. a. Grundeinkommen, Grundrente, Ausstellungsvergütung ...
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+++ SAVE THE DATE +++
18./19. Mai 2021: Konvent der Baukultur in Potsdam verschoben

Der Konvent der Baukultur ist der zentrale Erfahrungsaustausch zur Lage der gebauten Umwelt in Deutschland. Als Denkfabrik der Baukultur bietet er vielseitige Gesprächs- und Arbeitsformate und richtet sich an alle Baukulturschaffenden. Das ursprünglich für den Juni dieses Jahres geplante Treffen, organisiert von der Bundesstiftung Baukultur, wird nun am 18. und 19. Mai 2021 in Potsdam stattfinden.
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BERICHTE DES BUNDESVERBANDES

An dieser Stelle berichten wir üblicherweise über interessante Veranstaltungen und Termine, an denen Mitglieder des BBK-Bundesvorstands teilgenommen haben. Der Stillstand des öffentlichen und vor allem kulturellen Lebens zeigt sich auch hier: Über analoge, echte Veranstaltungen gibt es nichts zu berichten, weil keine stattgefunden haben – dafür jede Menge Video- und Telefonkonferenzen – und dies ganz überwiegend zum Thema Auswirkungen der Corona-Pandemie ... siehe oben unter „INFORMATIONEN“.


PUBLIKATIONEN DES BBK

Regelmäßig gibt der BBK Publikationen heraus, die über das Bestellformular auf der BBK-Internetseite oder telefonisch (030 2640970) bezogen werden können.

Alle Preise verstehen sich inklusive Verpackung und Versand. Die Rechnung erhalten Sie mit der Lieferung.

Publikationen werden i. d. R. dienstags und freitags versandt. Bei eiligen Bestellungen bitten wir um eine kurze Nachricht an info@bbk-bundesverband.de.

  

kultur politik 1/2020
Publikation des Monats

Kunst und Bauen

Kunst ist der veränderte Blick, eröffnet überraschende Perspektiven und fokussiert die Aufmerksamkeit auf Übersehenes. In Resonanz mit Kunstwerken entstehen in uns virtuelle Welten. Diese Saat auch in die Räume zu legen, in denen Menschen tagtäglich leben, ist die große Herausforderung für die Kunst am Bau. 

Dr. Ute Chibidziura (BBR) macht uns die frisch konzipierte Ausstellung über “70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland” neugierig. Dr. Claudia Büttner, München schlägt in unserem Interview den Bogen über Bund und Länder hinweg. Vier Künstler*innen schildern ihre Erfahrungen: Anett Frontzek, Yvonne Goulbier, Gregor Passens, Robert Patz. Für eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Künstler*innen und Architekt*innen zu einem sehr frühen Zeitpunkt plädiert Prof. Claus Anderhalten.

Von Kunst-am-Bau-Beteiligten forderte Niklaus Strobel bereits 2005 im Zusammenhang der Einweihung einer Kreiselkunst in Basel: mehr Mut in der Entscheidungsfindung, wirklich konzeptionellen Einsatz von Form, Farbe, Material und einen weiten Wahrnehmungshorizont. Dann kommt Kunst in die alltäglichen Räume, in die sie dauernd gehört!

 

Einzelpreis: 3,25 € │ Jahresabo: 13 € | inkl. Versand und Verpackung
für BBK-Mitglieder ist der Bezug der kultur politik im Mitgliedsbeitrag enthalten

 

 

REDAKTIONELLER HINWEIS

Für die Rubriken „Informationen“ und „Termine“ können jeweils bis zum 28. des laufenden Monats Beiträge an die Bundesgeschäftsstelle (info@bbk-bundesverband.de) gesandt werden. Informationen über Veranstaltungen, die nach diesem Termin stattfinden, können noch bis zum letzten Tag des Monats geschickt werden. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Texte zu kürzen.

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