BBK Bundesverband

November 2019

Liebe Newsletter-Abonnent*innen,  

ganz frisch ist eine vergleichende OECD-Studie zum Thema Rente.

Zwei Ergebnisse springen besonders ins Auge: Selbstständigen, und hier besonders den vielen mit geringem Einkommen, droht massiv Altersarmut. Bislang gibt es – anders als in vielen anderen OECD-Staaten – für sie keine bezahlbare (!) verpflichtende Einbeziehung in die gesetzliche Rentenversicherung. An einem Gesetzentwurf hierzu wird gearbeitet, der Kulturrat bereitet eine Stellungnahme vor, die auf die spezifische Situation der vielen gering verdienenden, nicht-versicherten Selbstständigen in der Kultur- und Kreativwirtschaft eingeht. Und die zweite Peinlichkeit: In Deutschland ist die Rente bei Frauen über 65 heute im Schnitt um 46 (!) Prozent niedriger als bei Männern! Der OECD-Schnitt liegt bei 25 Prozent. Die Gründe lägen in der bei Frauen oft stärker verbreiteten Teilzeitarbeit und den nach wie vor bestehenden Lohnunterschieden. Dass sich dies auch im Bereich Bildende Kunst widerspiegelt, belegen die Zahlen, u. a. in der letzten Ausgabe von kultur politik veröffentlicht. Dieses Thema wird der BBK im kommenden Jahr auch in der Umfrage zur wirtschaftlichen und sozialen Situation Bildender Künstler*innen aufgreifen.

Für die Wünsche zum neuen Jahr haben wir noch ein wenig Zeit und Gelegenheit im nächsten und diesjährig letzten Newsletter. 

Ihre Newsletter-Redaktion

 

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INFORMATIONEN

Anhebung der Kleinunternehmergrenze
auf 22.000 Euro

Ab dem 1. Januar 2020 gilt: Es wird keine Umsatzsteuer erhoben, wenn der Umsatz im vorausgegangenen Jahr nicht höher als 22.000 Euro lag und sich im laufenden Jahr voraussichtlich nicht auf mehr als 50.000 Euro belaufen wird (§ 19 Abs.1 Satz 1 UStG). Bisher lag die Grenze für das vorausgegangene Jahr bei 17.500 Euro.
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Anhebung der Verpflegungspauschalen

Für eintägige auswärtige Tätigkeiten ohne Übernachtung konnten bisher ab einer Abwesenheit von mehr als acht Stunden von der Wohnung bzw. der ersten Tätigkeitsstätte eine Pauschale von 12 Euro berücksichtigt werden; bei mehr als 24 Stunden waren es 24 Euro. Ab 2020 erfolgt eine Anhebung beider Pauschalen: bei mehr als achtstündiger Abwesenheit auf 14 Euro und bei 24-stündiger Abwesenheit auf 28 Euro.
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Künstlerische Arbeit in Grenzregionen fördern – Appell der IGBK an politische und administrative Akteure

Am 15./16. November 2019 fand im Kloster Bentlage Rheine das abschließende Klausurwochenende des IGBK-Projekts Übergänge/ Nachbarschaft statt, welches sich der grenzüberschreitenden Arbeit von Künstler*innen an den Übergängen Deutschlands zu seinen Nachbarländern widmete. Die IGBK hat im Nachgang an politische und administrative Akteure in den verschiedenen Ebenen der EU appelliert, den Zugang zu Fördermöglichkeiten im Rahmen der Regionalen Entwicklungszusammenarbeit und der Europäischen territorialen Zusammenarbeit auch für den Kultursektor zu vereinfachen.
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Being an artist in 2019 – UNESCO-Studie „Culture & Working Conditions for Artists“

Die neue UNESCO-Studie Culture & Working Conditions for Artists (November 2019) untersucht bestehende und neue Herausforderungen, denen Künstler*innen und Kulturakteure weltweit gegenüberstehen und beleuchtet, wie verschiedene Staaten diesen Gegebenheiten (kultur-)politisch begegnen. Die Studie basiert auf einer weltweiten Umfrage, die alle vier Jahre, zuletzt in 2018, durchgeführt wird.
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BBK Südbaden wählte neuen Vorstand

Vorsitzende sind nun Michael Ott und Irene Schüller. Zum erweiterten Vorstand gehören Alfonso Lipardi, Helge Emmaneel, Chris Popovic, Almut Quaas und David Gnandt.


TERMINE +++ TERMINE +++ TERMINE

15. März 2020: Tag der Druckkunst

Der zweite Jahrestag der Eintragung in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes durch die Deutsche UNESCO-Kommission verspricht wieder, eine beeindruckende bundesweite Aktion zu werden. Schon jetzt wurden uns vielfältige Veranstaltungen zur Vermittlung und Präsentation künstlerischer Drucktechniken mitgeteilt. Beteiligen können sich ausnahmslos alle, die traditionelle Druckkunst präsentieren, erhalten, pflegen und weiterentwickeln.
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31. März 2019: Ausschreibung Werkverzeichnung der Stiftung Kunstfonds

Dauerhaft in Deutschland lebende Bildende Künstler*innen bzw. deren Rechtsnachfolger*innen oder Mitglieder der VG Bild-Kunst/ BG I können eine finanzielle Unterstützung zur Erarbeitung von Werkverzeichnissen bis maximal 30.000 Euro beantragen. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2020.
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BERICHTE DES BUNDESVERBANDES

PUBLIKATIONEN DES BBK

Regelmäßig gibt der BBK Publikationen heraus, die über das Bestellformular auf der BBK-Internetseite oder telefonisch (030 2640970) bezogen werden können.

Alle Preise verstehen sich inklusive Verpackung und Versand. Die Rechnung erhalten Sie mit der Lieferung.

Publikationen werden i. d. R. dienstags und freitags versandt. Bei eiligen Bestellungen bitten wir um eine kurze Nachricht an info@bbk-bundesverband.de.

  

kultur politik. Ausgabe 3/2019
Publikation des Monats

Einhundert Jahre, nachdem Frauen erstmalig Zugang zu den Kunstakademien und damit zu einer klassischen Kunstausbildung erhielten, sehen sich Frauen (und Minderheiten) in künstlerischenBerufen immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert, erleben Ignoranz und Ausgrenzung. Haben sie sich in ihrem privaten Leben für Kinder, für Familie entschieden, wird ihnen diese Entscheidung häufig zum beruflichen Nachteil. Kinderbetreuungszeiten, die in Ausnahmefällen auch Väter tragen, reißen Lücken in die Vita. In Preisgerichten, die die Vitae häufig als Bewertungskatalog bei der Auswahl für Stipendien, Preise und andere Stufen der Karriereleiter heranziehen, fallen diese Fehlstellen negativ auf. Veränderung ist nötig!


Einzelpreis: 3,25 € │ Jahresabo: 13 € | inkl. Versand und Verpackung
für BBK-Mitglieder ist der Bezug der kultur politik im Mitgliedsbeitrag enthalten

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REDAKTIONELLER HINWEIS

Für die Rubriken „Informationen“ und „Termine“ können jeweils bis zum 28. des laufenden Monats Beiträge an die Bundesgeschäftsstelle (info@bbk-bundesverband.de) gesandt werden. Informationen über Veranstaltungen, die nach diesem Termin stattfinden, können noch bis zum letzten Tag des Monats geschickt werden. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Texte zu kürzen.

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