BBK Bundesverband

September 2019

Liebe Newsletter-Abonnent*innen,

als schmückendes Beiwerk und Tourismusmagnet sind Kunst und Kultur gut genug, für ein ernstzunehmendes politisches Ressort in der EU reicht es dann aber doch nicht – eine schwache Leistung der neuen EU-Kommissionspräsidentin, die den Begriff Kultur nicht einmal im Namen eines der Ressorts auftauchen lässt. Bei Innovation and Youth soll sie mit abgefrühstückt werden. Hinter dieser Ignoranz steckt u. a. auch ein ökonomistisches Verständnis von Kunst und Kultur, welche auf Kultur- und Kreativwirtschaft reduziert werden, ohne den gesellschaftlich immateriellen Wert an sich zur Kenntnis zu nehmen. Und das, obwohl klar ist, dass die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – Armut, Flucht und Vertreibung, Klimawandel, Digitalisierung, um nur einige zu nennen – weltweit nur mit kulturellem Wandel zu bewältigen sind.

Unverändert sind Künstlerinnen im Hintertreffen gegenüber ihren männlichen Kollegen. Die Kluft im Einkommen und auch in der Präsentation waren Anlass für den BBK-Bundesvorstand, Forderungen zur Verbesserung der Lage zu formulieren. Deutscher Künstlerbund und GEDOK haben bereits Unterstützung zugesagt, diese an die Politik heranzutragen, aber nicht nur an diese: Auch all denjenigen, die über Förderungen wie z. B. Stipendien und Ankäufe entscheiden oder Ausstellungen organisieren, werden konkrete Vorschläge unterbreitet. Druckfrisch liefert die neue Ausgabe von kultur politik hierzu viele Fakten und Eindrücke.

Die Ausstellungen im Projekt Zeitgleich-Zeitzeichen sind in vollem Gange. Termine, Adressen und Informationen zu den beteiligten Künstler*innen finden sich hier: www.zeitgleich-zeitzeichen.de.

Nachfolgend finden Sie

INFORMATIONEN
Aktuelles, berufsspezifische Hinweise etc. aus Bund und Länder

TERMINE +++ TERMINE +++ TERMINE
Hinweise auf Veranstaltungen in Bund und Länder

BERICHTE DES BUNDESVERBANDES
Berichte über Aktivitäten im Monat September 2019


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Ihre Newsletter-Redaktion

INFORMATIONEN

Stadt Halle (Saale) zahlt ab 2020 Ausstellungsvergütung

Der Stadtrat von Halle (Saale) hat in seiner Sitzung am 25. September 2019 beschlossen, dass für die Teilnahme professioneller Künstler*innen an Einzel- und Gruppenausstellungen in städtischen Einrichtungen künftig eine Ausstellungsvergütung gezahlt werden soll. Er folgte damit einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
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Jury kürte 11 Künstler*innen für die Werk-Datenbank Bildende Kunst Sachsen-Anhalt

Eine fünfköpfige Fachjury aus Vertreter*innen der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, des Kunstmuseums Magdeburg, der Feininger-Galerie Quedlinburg sowie freien Kunstwissenschaftler*innen hat am 29. Juli 2019 aus 21 eingereichten Bewerbungen 11 Vor- bzw. Nachlässe bildender Künstler*innen zur Aufnahme in die Werk-Datenbank Bildende Kunst Sachsen-Anhalt ausgewählt.
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Neuer Vorstand beim BBK Landesverband Saarland

Auf der Mitgliederversammlung des BBK Saar am 30. August 2019 wurde der Vorstand neugewählt: Als 1. Vorsitzende wurden Monika Schrickel sowie ihre beiden Stellvertreterinnen Anni Kenn-Fontaine und Vera Loos in ihren Ämtern bestätigt. Zum Schatzmeister wurde Hans Adam gewählt, Beisitzer*innen sind Ursula Bauer, Regina Zapp, Jörg Munz und Michael Erhardt. Sie freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit!


TERMINE +++ TERMINE +++ TERMINE

Wir können Kunst – Einsendeschluss zur fünften Ausschreibung ist der 31. Oktober 2019

Für das Programm Wir können Kunst – das Konzept des BBK im Rahmen des Förderprogramms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung – läuft die nächste Ausschreibungsrunde im Oktober.
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Informationsveranstaltungen zu
"Wir können Kunst" – deutschlandweit

Mit Blick auf die fünfte Ausschreibung des BBK-Programms Wir können Kunst findet im Laufe des Oktobers 2019 eine Reihe von Informationsveranstaltungen an verschiedenen Orten der Bundesrepublik statt, in denen sich Interessierte über Möglichkeiten des Programms, Kooperationspartner und Verfahren informieren können. Einsendeschluss zur fünften BBK-Ausschreibung ist der 31. Oktober 2019.
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14. Oktober 2019: Ankündigung Kunst-am-Bau-Wettbewerb – Neubau des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Berlin-Karlshorst

Das Bewerbungsformular und weitere Informationen können ab dem 14. Oktober 2019 auf der BBR-Website https://www.bbr.bund.de/BBR/DE/Home/home_node.html (→ Baubereich → Wettbewerbe) und unter www.bbk-bundesverband.de heruntergeladen oder per Fax +49 (0)30 18 401-9209 angefordert werden.


15. Oktober 2019: documenta. GESCHICHTE / KUNST / POLITIK – Symposium in Berlin

Die ästhetisch-politische Geschichte der Bundesrepublik spiegelt sich in besonderer Weise in der documenta: Bei ihrer Gründung 1955 galt sie als künstlerische Initiative des Wiedereintritts in die Welt der Moderne, als Neuanfang nach einer Phase extremer politisch-ideologischer Instrumentalisierung.
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21. Oktober 2019: Kreativ-Transfer – Reisekostenförderung zu Veranstaltungen im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2020

Betreiber*innen von Projekträumen oder Produzent*innengalerien (mit Hauptsitz in Deutschland) können sich noch bis zum 21. Oktober 2019 im Rahmen des Programms Kreativ-Transfer für eine Förderung von Reisen zu internationalen Messen und messeähnlichen Veranstaltungen bewerben, die im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 stattfinden.
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23. bis 25. Oktober 2019: Culture -Crops- Cultural Practices in Non-urban territories – Konferenz in Konstanz/ Kreuzlingen

Für die Culture Action Europe Jahreskonferenz Culture -Crops- Cultural Practices in Non-urban Territories vom 23. bis 25. Oktober 2019 in Konstanz und Kreuzlingen sind noch Anmeldungen möglich.
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30. Oktober 2019: Reisende Künstler*innen.
Ein kulturpolitisches Upgrade – Symposium in Dortmund

Das Kunstland NRW verfügt über vielfältige Residenz- und Austauschprogramme für Bildende Künstler*innen. Im internationalen Vergleich wirken die Programme in ihrer inhaltlichen Ausrichtung und Struktur jedoch oft veraltet und wenig flexibel: Der digitale Wandel stellt Kommunikations- und Produktionsprozesse vor neue Herausforderungen, die realen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzent*innen müssen stärker berücksichtigt werden.
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Stiftung Kunstfonds – Ausschreibung Stipendien und Projektförderung 2020

Bildende Künstler*innen können sich bis zum 31. Oktober 2019 bei der Stiftung Kunstfonds um ein Arbeitsstipendium (18.500 Euro) oder um einen Projektkostenzuschuss bis maximal 25.000 Euro bewerben.
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11. November 2019:
7. Urheberrechtskonferenz in Berlin

Die Initiative Urheberrecht, in der mehr als 35 Mitgliedsorganisationen zusammenarbeiten, die rund 140.000 Urheber*innen und Künstler*innen in Deutschland vertreten, bereitet die nächste Urheberrechtskonferenz in der Akademie der Künste in Berlin vor. Sie wird sich vor allem den Folgen der EU-Richtlinie und den Herausforderungen ihrer Umsetzung widmen.
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+++ SAVE THE DATE +++ 15./16. November 2019: Übergänge/ Nachbarschaft – Klausurwochenende im Kloster Bentlage bei Rheine

Entlang der Übergänge zwischen den europäischen Nachbarländern gibt es viele dezentrale Künstler*innenprojekte, die über eine hohe lokale und grenzüberschreitende Vernetzung verfügen. Dieser künstlerische Austausch über Grenzen hinweg kann entscheidend zum kulturellen und politischen Zusammenhalt in Europa beitragen. In der EUREGIO zwischen Deutschland und den Niederlanden arbeitet auch das Kloster Bentlage. An zwei Tagen diskutiert die Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (igbk) dort mit ihren Partnern und Gästen über den grenzüberschreitenden Künstler*innenaustausch.
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BERICHTE DES BUNDESVERBANDES

Berlin, 18. September 2019: Kultur macht stark – BMBF-Programmpartner-Treffen und Ständige Konferenz der Förderer

Seit Anfang 2018 bis Mitte 2019 wurden mit dem Förderprogramm Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mehr als 200.000 Kinder und Jugendliche erreicht, berichtete die zuständige Referatsleiterin Annette Steenken und bewertete dies als schönen Erfolg. Nach wie vor gelingt es in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland nicht, eine angemessene Anzahl von Projekten zu initiieren. Antragstellungen aus diesen Bundesländern sind hoch willkommen!
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Berlin, 19. September 2019: Fachausschuss Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

Zur dreijährigen Amtszeit des neuen Fachausschusses Digitalisierung und Künstliche Intelligenz begrüßte Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, die Vertreter*innen der acht Sektionen und betonte, dass einer der Schwerpunkte des Deutschen Kulturrates im Jahr 2020 im Bereich Digitalisierung liegen solle. Ziel des Fachausschusses ist die Erarbeitung einer grundsätzlichen Stellungnahme mit den beiden Hauptpunkten Künstliche Intelligenz und Datenschutz.
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Berlin, 25. September 2019:
Sprecherrat des Deutschen Kulturrates

Der Generalintendant des Humboldt Forums, Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, informierte den Sprecherrat darüber, was das Humboldt Forum künftig sein wolle – ein Ort zum Zuhören, Partizipieren, Vermitteln – und was aber auch nicht, z. B. bloßes Museum oder Instrument der Auswärtigen Kulturpolitik. Weiteres Thema der Sitzung: das Klimapaket, zu dem eine Resolution für die Mitgliederversammlung vorbereitet wurde.
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Bonn, 25. September 2019:
KSK-Widerspruchsausschuss

Der Ausschuss behandelte 49 Widerspruchsfälle, davon 29 aus dem Versichertenbereich und 20 aus dem Unternehmensbereich. In einem Fall aus dem Unternehmensbereich wurde mit Abhilfe entschieden.


Berlin, 25. September 2019: Deutscher Kunstrat

Der Deutsche Kunstrat informierte sich über aktuelle Entwicklungen zum Thema Künstlernachlässe und Vorhaben der Initiative Ausstellungsvergütung. Beide Themen sollen weiter auf der Agenda stehen. Mit einem Forderungskatalog zur Geschlechtergerechtigkeit, der als Entwurf für den Sprecherrat des Deutschen Kulturrates vorliegt, wollen sich die Mitglieder des Kunstrates in den kommenden Wochen befassen.
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Berlin, 25. September 2019: Gender Pay Gap / Gender Show Gap in der Bildenden Kunst

Berliner Fakten: Der Gender Pay Gap liegt in der Bildenden Kunst um 7 % höher als über dem Durchschnitt – Berliner Künstlerinnen verdienen im Durchschnitt um 28 % weniger als ihre männlichen Kollegen – Künstler werden zu 22 % öfter in Ausstellungen gezeigt – 70 % der Berliner Künstlerinnen erleben eine berufliche Benachteiligung aufgrund ihrer familiären Situation. Das war Thema des dritten Fördersummit des bbk berlin.
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Berlin, 26. September 2019: Deutscher Kulturrat – Klimapaket und kultureller Wandel

Der Klimawandel und seine Folgen standen im Mittelpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung. Der stellvertretende Vorsitzende des BUND, Ernst-Christoph Stolper, analysierte das Klimapaket der Bundesregierung. Die Mitgliederversammlung beschloss dazu eine Resolution.
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Berlin, 30. September 2019: 50 Jahre VG Bild-Kunst – Symposium und Empfang

"Zugang zu Kulturellem Erbe: Digitalisierung der Bestände und Sammlungen – Sichtbarmachung im Netz": Das war der Titel des spannenden Symposiums der VG Bild-Kunst in der Akademie der Künste in Berlin, welches sie anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens veranstaltete. Die Wünsche und Probleme der Museen, die Europeana als Portal der Institutionen des kulturellen Erbes, die Rolle von Wikipedia/Wikimedia waren ebenso Themen wie die Framing-Problematik und die Vergütung der Urheber*innen in diesem Kontext sowie vor dem Hintergrund der DSM-Richtlinie.
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PUBLIKATIONEN DES BBK

Regelmäßig gibt der BBK Publikationen heraus, die über das Bestellformular auf der BBK-Internetseite oder telefonisch (030 2640970) bezogen werden können.

Alle Preise verstehen sich inklusive Verpackung und Versand. Die Rechnung erhalten Sie mit der Lieferung.

Publikationen werden i. d. R. dienstags und freitags versandt. Bei eiligen Bestellungen bitten wir um eine kurze Nachricht an info@bbk-bundesverband.de.

  

ZEITGLEICH-ZEITZEICHEN. Postdigital – von A nach B nach A?
Publikation des Monats

Die Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe ZEITGLEICH-ZEITZEICHEN des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) existiert seit 1997 und findet im Jahr 2019 zum 7. Mal statt. Die Auseinandersetzung mit der Digitalisierung steht dabei im Mittelpunkt. Das Thema POSTDIGITAL – VON A NACH B NACH A? greift diesen Wandel auf.
Der Begriff „Postdigital“ ist dabei als Zustandsbeschreibung mit divergierenden Bedeutungszuschreibungen denkbar, kann als Veränderung durch digitalisierte Prozesse bereits im alltäglichen Tun und Handeln klar sichtbar werden und damit in der Praxis die Unterscheidung zwischen Digitalem und Analogem aufheben.

216 Seiten, Ringbuch
ISBN 978-3-00-063190-0
erschienen im September 2019

Verpackung und Versand: 7 € | inkl. 19 % Mwst.

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REDAKTIONELLER HINWEIS

Für die Rubriken „Informationen“ und „Termine“ können jeweils bis zum 28. des laufenden Monats Beiträge an die Bundesgeschäftsstelle (info@bbk-bundesverband.de) gesandt werden. Informationen über Veranstaltungen, die nach diesem Termin stattfinden, können noch bis zum letzten Tag des Monats geschickt werden. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Texte zu kürzen.

DATENSCHUTZ

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V. i. S. d. P.: Dagmar Schmidt

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