Kategorie: Berichte des Bundesverbandes

25.04.2019

Wolfenbüttel, 25. April 2019: Bundesakademie Wolfenbüttel – ein schwerer Spagat

Die Mitglieder des Trägervereins der Bundesakademie trafen sich im Kunstfoyer des Schlosses in Wolfenbüttel zu ihrer alljährlichen Mitgliederversammlung – die Tagesordnung bot alles andere als Routine.

Die Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel ist einer der bedeutendsten Anbieter für praxisnahe berufliche Fort- und Weiterbildung im Bereich der kulturellen Bildung. Das Wolfenbütteler Schloss, die Heimstätte der Bundesakademie, und das Gästehaus, eine ehemalige Wassermühle, bieten dafür einen beeindruckenden und inspirierenden Rahmen.

Der Jahresbericht 2018 und der Wirtschaftsplan 2019 waren alles andere als Routine, gab es doch im vergangenen Jahr finanzielle Einbußen zu verkraften. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte seine kontinuierliche Förderung, die in die Grundfinanzierung der Bundesakademie einfloss, eingestellt. Es drohte ein Defizit von zirka 200.000 Euro.

Die Mitarbeiter*innen der Bundesakademie standen vor der Aufgabe, bei gleichbleibender Qualität des Angebots, Einsparungen vorzunehmen. So wurde unter anderem auf den Druck des traditionellen Jahresprogramms verzichtet. Stattdessen gibt es nun eine halbjährlich erscheinende kleinere Druckvariante. Diese ist preiswerter im Versand und zugleich aktueller als ein Jahresheft. Außerdem konnten die Einnahmen gesteigert werden: Erfreulicherweise gelang es, die Anzahl der Kursteilnehmer*innen zu erhöhen. Auch die erhöhte Drittmittelquote und zusätzliche Kooperationsmaßnahmen führten zu einer Bilanzverbesserung. Im Endergebnis erreichten die Mitarbeiter*innen der Bundesakademie einen ausgeglichenen Haushalt.

Die Bundesakademie übernahm im vergangenen Jahr neue Aufgaben im bundesweiten Kontext. Konkret handelt es sich um die Projekte „K² – Kulturnetzwerke in Kommunen und Regionen“ und die „Wissensplattform Kulturelle Bildung“.

Die Bundesakademie muss weiterhin die Eigeneinnahmen erhöhen und will die Auslastung der angebotenen Seminare und ihrer mietbaren Räumlichkeiten weiter verbessern. Uns allen ist zu wünschen, dass dieser schwere Spagat gelingt und dass dieser besondere Ort weitere Förderungen erfährt und uns damit erhalten bleibt.

Doris Granz