Kategorie: Berichte des Bundesverbandes

14.06.2018

Fachausschuss Bildung

Berlin, 14. Juni 2018: Kulturelle Bildung für Erwachsene einerseits und berufliche Weiterbildung für Fachkräfte der kulturellen Bildung andererseits – das sind die Themen, mit denen sich derzeit der Fachausschuss Bildung des Deutschen Kulturrates unter der Leitung seines Präsidenten, Prof. Christian Höppner, befasst.

Zu dem Vorschlag, in einem angestrebten Text beide Aspekte unter einer gemeinsamen Überschrift zu behandeln, entschied sich jedoch eine deutliche Mehrheit dafür, für jeden dieser beiden Aspekte eine separate Fassung zu formulieren, weil ihnen doch sehr unterschiedliche Voraussetzungen zugrunde liegen würden.

Deshalb wurde in dieser Sitzung zunächst nur der Aspekt kulturelle Bildung für Erwachsene thematisiert. An einem Text wurde noch nicht gearbeitet, sondern diskutiert, welche Institutionen und Bereiche es bisher außer den Volkshochschulen gibt, in denen kulturelle Bildung für Erwachsene stattfindet. Genannt wurden etwa öffentliche Bibliotheken oder Akademien für Ältere. Werner Schaub, der für die Sektion Deutscher Kunstrat diesem Fachausschuss angehört, legte Wert auf die Feststellung, dass sich auch Individuen für kulturelle Erwachsenenbildung engagieren, dies haben die Umfragen des BBK unter bildenden Künstler*innen ergeben: Viele von ihnen bieten Kurse nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene an. Außerdem erwähnte Schaub die Praxis großer Unternehmen wie etwa BASF oder SAP, die für die Mitarbeiter*innen entsprechende Angebote vorhalten und diese auch finanzieren. Solchen Beispielen könnten auch andere Unternehmen folgen. Im Übrigen dürfe man nicht vergessen, dass in VEB-Betrieben der DDR kulturelle Bildung für Mitarbeiter*innen Pflichtaufgabe war.

Bis zur nächsten Sitzung wird die stellvertretende Geschäftsführerin des Deutschen Kulturrates, Gabriele Schulz, die Ergebnisse und Anregungen der offenen Diskussion in einem Text als Grundlage für die weitere Arbeit zusammenfassen.