Kategorie: Berichte des Bundesverbandes

17.01.2019

Berlin, 17. Januar 2019: Fachausschuss Medien zur veränderten Rolle des Journalismus

Nach der letzten Stellungnahme zur Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fand in dieser Sitzung quasi zum Abschluss der Amtszeit des Fachausschusses eine grundsätzliche Diskussion über die veränderte Rolle des Journalismus statt.

Erschreckend war die Erkenntnis, welchen Einfluss der aktuelle Begriff des "Nationalen" und des "Deutschen" inzwischen hat. Zu beobachten ist eine zunehmende Angst, sich klar für die freiheitlichen, pluralistischen Grundlagen der Gesellschaft einzusetzen. Das zeigt sich vermehrt durch entsprechende journalistische Arbeiten. Erstaunlich war auch die Sorge vor der Künstlichen Intelligenz (KI). Verständlich wird diese Sorge erst mit dem Hinweis, in wessen Händen die Macht über sie liegt, wobei hierüber eine Diskussion in der Öffentlichkeit vermieden wird.

Da sich die Fachausschüsse des Kulturrates neubesetzt erst wieder im Spätsommer konstituieren werden, sollen die Ergebnisse dieser Diskussion gut dokumentiert werden, um ggf. in eine Stellungnahme des neu zusammengesetzten Fachausschusses zu fließen. Vor der Neukonstituierung stellt sich auch die Frage, ob und - wenn ja - was es den Freien Künstler*innen "gebracht" hat, in diesem Fachausschuss mitzuarbeiten, in dem sehr unterschiedliche, stark wirtschaftlich orientierte Interessen vertreten werden, handfeste Lobbyarbeit betrieben wird. Dass dabei aber die freie Kunst nicht "vergessen" wird, sondern durch kreative "Zwischenrufe" die oft ritualisierten Standpunkte erschüttert, ist auch in Zukunft wichtig. Der BBK-Bundesverband dankt Benjamin Schubert für seine Mitarbeit in dem Fachausschuss.