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„IM ZWANZIGSTEN…“

Karin Bison-Unger, Bernhard Büsing, Barbara Heine-Vollberg, Marina Krasnitskaya, Ingrid Steckelberg, Siegfried O. Stolle

Worpswede, Niedersachsen | 11.08.2018-18.10.2018
Vernissage: 11.08.2018 17:00 Uhr

Galerie ART 99 im Kunstcentrum Alte Molkerei
Osterweder Straße 21, 27726 Worpswede

Öffnungszeiten: Di. – So. 11:00 – 18:00


Vingt, viginti, twenty, twintig, twaintich, zweinzig, zweynzig, zweyntzig, zwainzig, zwanzig…

In der Sprache der Maya gibt es den Begriff hun kal, „ein Zwanziger“ sowie die Form hun uinic, wörtlich übersetzt „ein Mann (Mensch)“, was das tatsächliche Abzählen der 2 x 10 Finger und Zehen einer Person wiedergibt.

Die Zahl 20 verbindet die Dualität (2) mit dem Numinosen (0, nichts, zero). Der Mensch, die „handelnde Einheit“ polarisiert. Wenn er falsch gewichtet, gerät er in Ver-2-flung und muss seine Handlung neu ausrichten. Die zwischen der 2 und der 0 unsichtbare Kraft der Einheit entspricht dem lateinischen Wort „vigor“, der Lebenskraft. Die lateinische Bezeichnung für 20 ist „viginti“ (frz. vingt) und

steht symbolisch für Wiedergeburt, für tiefgreifenden Wertewandel, Erwachen und geistiges Fortschreiten, für Achtsamkeit, Seelenverbundenheit, Befreiung aber auch für Selbsttäuschung.

Die Künstler*innen greifen im zwanzigsten Jahr des Bestehens der Galerie ART99 dieses spannende Thema in ihren Werken auf und nähern sich mit dieser Ausstellung der Symbolik der Zwanzig.

Text: Karin Bison-Unger