KUNST WERT
Symposion zu Aspekten des Werts von Kunst für die Gesellschaft

27. Oktober 2017, 13–19 Uhr

Akademie der Künste
Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Am BBK-Symposion, das sich unterschiedlichen Aspekten des Werts von Kunst für die Gesellschaft widmete, nahmen rund 150 Teilnehmer*innen - darunter vor allem Bildende Künstler*innen - aus dem gesamten Bundesgebiet teil.

Nach der Begrüßung durch Werner Schaub, Vorsitzender des BBK-Bundesverbands, referierte der Literatur- und Medienwissenschaftler Prof. Jochen Hörisch von der Universität Mannheim zum „hohen Wert“ als auch zum „ökonomischen Wert der Kunst“ und äußerte den provokativem Vorschlag, prominiente Bestände aus Museen auf Auktionen privaten Sammlern anzubieten und zugleich dazu zu verpflichten, dadurch Neuankäufe von Werken  zeitgenössischer Künstler*innen zu finanzieren.

Jedem Referatsabschnitt schlossen sich im Fishbowl-Prinzip spontane Gespräche bzw. gegenseitige Interviews mit Künstler*innen aus dem Publikum an. Elegant moderiert von der Journalistin Birgit Kolkmann (Deutschlandradio) erschlossen sich dem Publikum dadurch sehr unterschiedliche Produktionsansätze und Intentionen für künstlerisches Schaffen.

In der ebenfalls von ihr moderierten Abschlussrunde überraschten die politischen Vertreter*innen aus Land und Kommune unisono mit einem Appell: Die Bildenden Künstler*innen mögen doch bitte lauter, deutlicher vernehmbar und organisierter ihre Forderungen artikulieren, damit die politische Ebene präzise wisse, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Kunstschaffen beitragen können.