Leitlinie Ausstellungsvergütung 2021

Mit der „Leitlinie Ausstellungsvergütung 2021“ bietet der BBK Bundesverband Künstler*innen eine Verhandlungsgrundlage und weist Veranstalter*innen und Institutionen den Weg zur angemessenen Vergütung der Leistungen von Künstler*innen im Zusammenhang mit Ausstellungen. Die von der Kulturministerkonferenz installierte Kommission zum Thema Mindesthonorare für Künstler:innen bezieht sich ausdrücklich auf die Leitlinie des BBK.
Aktuell arbeitet der BBK Bundesverband gemeinsam mit seinen Landesverbänden an einem Leitfaden mit Empfehlungen für Honoraruntergrenzen für alle Leistungen, die Künstler:innen in ihrem Beruf erbringen, also auch in anderen als Ausstellungsprojekten.

Mit gutem Beispiel voran

Immer mehr Modelle für die Förderung von Ausstellungsvergütung bzw. Vergütung künstlerischer Leistungen durch die öffentliche Hand setzen sich in Ländern und Kommunen durch:

  • Land Berlin: Verbindlichen Ausstellungshonorare in kommunalen Galerien und einem entsprechenden Haushaltsetat.
  • Land Rheinland-Pfalz: Bei geförderten Ausstellungen muss begründet werden, wenn keine Ausstellungvergütung gezahlt wird.
  • Land Hamburg: Ein Fonds für Ausstellungsvergütungen wird umgesetzt, an dem auch Off-Spaces partizipieren.
  • Land Brandenburg: Beschluss einer Leitlinie im Landtag, die allerdings bislang unverbindlich ist.
  • Land Bremen: HIer gelten bei Projektförderungen Honorarempfehlungen.
  • Stadt Halle (Saale): Die Zahlung von Ausstellungsvergütung wurde verbindlich beschlossen.
  • Stadt Kassel: Sie zahlt seit 2020 Ausstellungshonorare an Bildende Künstler:innen.
  • Stadt Stuttgart: 2023 steht ein Budget von 270.000 Euro für Ausstellungsvergütungen zur Verfügung.
  • Stadt Dortmund: Kriterien zur Förderung Bildender Kunst beinhalten auch Ausstellungsvergütung.

Weitere Bundesländer und Kommunen müssen diesen richtungsweisenden Schritten folgen. In öffentlichen Haushalten sind Titel einzustellen oder Fonds einzurichten, die öffentlich geförderte Ausstellungshäuser, aber auch ehrenamtlich geführte Off-Spaces und Produzent*innengalerien in die Lage versetzen, Vergütungen zu zahlen.


    Die „Leitlinie Ausstellungsvergütung 2021“ des BBK Bundesverbands ist im Febraur 2021 in einer aktualisierten 2. Auflage erscheinen.

    Download

    In der Printversion ist sie für eine geringe Gebühr über das Bestellformular erwerbbar.

    Muster Ausstellungsvertrag (ausfüllbares Formular)
    Dies ist ein unverbindlicher Mustervertrag. Der BBK übernimmt für Folgen seiner Verwendung im konkreten Einzelfall keine Haftung.


    Initiative Ausstellungsvergütung

    2016 wurde die Initiative Ausstellungsvergütung gegründet, Mitglieder sind BBK, Deutscher Künstlerbund, GEDOK, ver.di-Fachgruppe Bildende Kunst, VG Bild-Kunst und Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK). Sie setzt die Forderung immer wieder auf die politische Agenda: in Veranstaltungen, in Gesprächen mit Abgeordneten und anderen Kulturverbänden und -institutionen.

    Europa

    Im November 2018 veranstaltete die IGBK zusammen mit der IAA Europe, der VG Bild-Kunst und der Organisation European Visual Artists (EVA) das europäische Symposium Exhibition Remuneration Right in Europe 2018. Das Handout zur Veranstaltung gibt einen Überblick zu nationalen und regionalen Regelungen und Kampagnen zur Ausstellungsvergütung in 11 europäischen Ländern sowie in den USA, Kanada und Australien. Die Dokumentation zum Symposium mit Handlungsempfehlungen ist hier einsehbar.

    Neuigkeiten zum Thema Ausstellungsvergütung in Europa und darüber hinaus bietet auch die Website European Artists‘ Rights.