Leitlinie Ausstellungsvergütung 2021

Mit der aktualisierten Fassung der „Leitlinie Ausstellungsvergütung 2021“ bietet der BBK Bundesverband Künstler*innen eine Verhandlungsgrundlage und weist Veranstalter*innen und Institutionen den Weg zur angemessenen Vergütung der Leistungen von Künstler*innen im Zusammenhang mit Ausstellungen. Sie definiert Anwendungsbereich und Kriterien und bietet Musterberechnungen und einen Mustervertrag.

Mit gutem Beispiel voran

Es gibt bereits unterschiedliche Beispiele zur Forderung einer Ausstellungsvergütung, damit künstlerische Leistungen im Kontext von Ausstellungen fair vergütet werden. Best-practice-Beispiel bietet Berlin mit verbindlichen Ausstellungshonoraren in kommunalen Galerien und einem entsprecheden Haushaltsetat. In Rheinland-Pfalz muss bei geförderten Ausstellungen begründet werden, wenn keine Ausstellungvergütung gezahlt wird. Hamburg plant einen Fonds für Ausstellungsvergütungen, an dem auch Off-Spaces partizipieren sollen, Brandenburg hat im Landtag eine Leitlinie beschlossen, die allerdings bislang unverbindlich ist. Dafür hat die Stadt Halle (Saale) die Zahlung von Ausstellungsvergütung verbindlich beschlossen.  Weitere Bundesländer und Kommunen müssen diesen richtungsweisenden Schritten folgen. In öffentlichen Haushalten sind Titel einzustellen oder Fonds einzurichten, die öffentlich geförderte Ausstellungshäuser, aber auch ehrenamtlich geführte Off-Spaces und Produzent*innengalerien in die Lage versetzen, Vergütungen zu zahlen.


    Die „Leitlinie Ausstellungsvergütung 2021“ des BBK Bundesverbands ist im Febraur 2021 in einer aktualisierten 2. Auflage erscheinen.

    Download

    In der Printversion ist sie für eine geringe Gebühr über das Bestellformular erwerbbar.

    Muster Ausstellungsvertrag (ausfüllbares Formular)
    Dies ist ein unverbindlicher Mustervertrag. Der BBK übernimmt für Folgen seiner Verwendung im konkreten Einzelfall keine Haftung.


    Initiative Ausstellungsvergütung

    2016 wurde die Initiative Ausstellungsvergütung gegründet, Mitglieder sind BBK, Deutscher Künstlerbund, GEDOK, ver.di-Fachgruppe Bildende Kunst, VG Bild-Kunst und Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK). Sie setzt die Forderung immer wieder auf die politische Agenda: in Veranstaltungen, in Gesprächen mit Abgeordneten und anderen Kulturverbänden und -institutionen.

    Europa

    Im November 2018 veranstaltete die IGBK zusammen mit der IAA Europe, der VG Bild-Kunst und der Organisation European Visual Artists (EVA) das europäische Symposium Exhibition Remuneration Right in Europe 2018. Das Handout zur Veranstaltung gibt einen Überblick zu nationalen und regionalen Regelungen und Kampagnen zur Ausstellungsvergütung in 11 europäischen Ländern sowie in den USA, Kanada und Australien. Die Dokumentation zum Symposium mit Handlungsempfehlungen ist hier einsehbar.

    Neuigkeiten zum Thema Ausstellungsvergütung in Europa und darüber hinaus bietet auch die Website European Artists‘ Rights.