15.06.2012 / Kategorie: Allgemeine Meldung

Netzpolitischer Kongress der SPD „Leben und Arbeiten in der digitalen Gesellschaft“


Die SPD-Fraktion hatte in den Bundestag eingeladen, um über Einflüsse und Chancen der Digitalisierung unserer Lebens- und Arbeitswelt und über sich daraus ergebende Möglichkeiten politischer Teilhabe zu diskutieren. Prof. Dr. Urs Gasser von der Harvard University erläuterte in einem Eingangsvortrag Gedanken zu den Voraussetzungen eines längerfristig erfolgreichen Umgangs mit den Herausforderungen der digitalen Gesellschaft. Als wichtige Komponenten nannte er die Ausweitung der internationalen Forschung und den Ausbau von Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik, damit Forschungsergebnisse besser in politische Entscheidungen einbezogen werden können. Auf einem Podium wurde die Frage „Wie ist Gesellschaft möglich?“ (Simmel) auf die digitale Gesellschaft bezogen. Schwerpunkte der Diskussion waren die Veränderung politischer Prozesse durch neue Formen der Partizipation im Internet und die Frage, wie die Bevölkerung stärker als „Ideenpool“ bei politischen Entscheidungen beteiligt werden kann. Anschließend vertieften Dr. Frank Walter Steinmeier und Prof. Dr. Urs Gasser die angeschnittenen Themen. Dabei ging es um Transparenz im Netz, die wachsende Beschleunigung politischer Prozesse und um die Frage, wie diese Prozesse – auch für die Wissenschaft – in Zukunft wieder entschleunigt werden können. Ein zweites Podium diskutierte, was gute digitale Arbeit auszeichnet, bevor Lars Klingbeil, MdB, den Kongress mit einem Fazit beendete. Für den BBK nahm Florina Limberg an der Veranstaltung teil.