10.07.2015 / Kategorie: Allgemeine Meldung
Akademie der Künste: Artists for Artists – Künstlerstiftungen im 21. Jahrhundert
Diese interessante Tagung widmete sich dem Modell Künstlerstiftung unter verschiedenen Gesichtspunkten. Konzipiert und moderiert wurde die Tagung von Wulf Herzogenrath, Direktor der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste, und Angela Lammert, die ein Forschungsprojekt zum Thema an der Humboldt-Universität durchführt. Prof. Gerhard Pfennig erläuterte zunächst die rechtlichen Möglichkeiten von Stiftungen, aber auch ihre Risiken, insbesondere durch eine Unterkapitalisierung, und stellte das vom Bund geförderte Leuchtturmprojekt des Archivs für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds in Brauweiler vor. Mit der Vorstellung verschiedener Künstlerstiftungsmodelle – Bridget Riley Art Foundation, Cragg Foundation, Henry Moore Foundation, Kunsthaus der Achim Freyer Stiftung – wurde deutlich, wie engagiert Künstlerinnen und Künstler zur Förderung von Kolleginnen und Kollegen beitragen. Die dritte Runde widmete sich dem Verhältnis von Künstlerstiftungen zu Museen, bevor in der Abschlussrunde ganz besondere Modelle der Künstlerförderung durch Künstler vorgestellt wurden: Neben Jonas Burgert, der über die aufsehenerregenden Aktivitäten auf dem von ihm erworbenen Atelierareal Berlin-Weißensee informierte, berichtete Valie Export von der Gründung des Valie Export Centers im Museum LENTOS in Linz, für das sie bewusst nicht die starre Rechtsform einer Stiftung gewählt hat. Thomas Köhler, Direktor der Berlinischen Galerie, in die eine unselbstständige Stiftung integriert ist, riet eher zum Modell Valie Export Center denn zu Stiftungen, da diese zu unflexibel für die Anforderungen des Kunst-, Förder- und Museumsbetriebs seien.An der Veranstaltung nahm für den BBK Andrea Gysi teil.


