07.06.2011 / Kategorie: Allgemeine Meldung

Treffen der Initiative Urheberrecht


Im Berliner Büro der VG Bild-Kunst traf sich die Initiative Urheberrecht, der mehr als 40 Organisationen von Urhebern der unterschiedlichsten kulturellen Sparten angehören. Erörtert wurden zunächst die neuesten Äußerungen von Seiten der EU zur Wahrung der Rechte von Urhebern im Internet, thematisiert wurden aber auch neuere Studien zu dieser Problematik, die von Verbraucherverbänden in Auftrag gegeben worden waren. Während von EU-Seite nachdrücklich betont wird, das Urheberrecht sei auch im Internet zu wahren, wünscht sich die Seite der Verbraucher offenbar mehr Freiheit und – zumindest tendenziell – einen unbegrenzten Zugang zu allen „Informationen“. 

Vor allem aber beschäftigte man sich mit den unterschiedlichen Positionen der Fraktionen im Bundestag zum sog. „3. Korb“ des Urheberrechtsgesetzes, das nach der Sommerpause im Bundestag behandelt werden wird. Hierzu sind alle in der Initiative vertretenen Verbände aufgefordert, Stellung zu beziehen zu Fragen, die spezifische ihre jeweilige Kultursparte betreffen. Interessant in diesem Zusammenhang ist etwa der Vorschlag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, dass auch bei „verwaisten Werken“, bei denen der Urheber nicht mehr zu ermitteln ist, eine entsprechende Gebühr zu bezahlen ist und dass diese dem Sozialwerk der jeweils zuständigen Verwertungsgesellschaft zukommen soll. Was die Kunst im öffentlichen Raum sowie Kunst am Bau betrifft, einigten sich der Journalistenverband und der BBK auf die gemeinsame Linie, dass in Zukunft den Urhebern solcher Werke entsprechende Beträge zu bezahlen sind, wenn deren Reproduktionen gewerblich genutzt werden, etwa für Kalender oder Postkarteneditionen, nicht aber in Fällen von üblicher journalistischer Berichterstattung.

An dem Treffen nahm Werner Schaub teil.