10.06.2014 / Kategorie: Allgemeine Meldung
„Wohin geht die Reise? Kulturelle Bildungspolitik des Bundes“
Im Rahmen des 4. Dialogforums „Kultur bildet.“ des Deutschen Kulturrates war eine Grundsatzrede der neuen Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka unter dem Titel „Die Bedeutung der kulturellen Bildung im Kontext der bildungspolitischen Vorhaben der Bundesregierung“ angekündigt. Im voll besetzten Veranstaltungsraum erhofften sich u.a. viele Verbandsvertreter, die das Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ umsetzen, eine klare Aussage der Ministerin zur Zukunft des Programms. In vier „Maximen“ erläuterte sie die ihr wichtigen Orientierungen in der (kulturellen) Bildungspolitik: 1. Lebensbegleitende Bildung, 2. Verwirklichung von mehr Bildungsgerechtigkeit, 3. Förderung innovativer Ideen und Ermöglichung von Exzellenz, 4. Förderung von Kommunikation und Netzwerken. In der anschließenden Diskussionsrunde mit Leonie Baumann (Rektorin der Kunsthochschule Berlin Weißensee), Dr. Gert Taube (Vorsitzender der Bundesverneigung der kulturellen Kinder- und Jugendbildung), Prof. Andrea Tober (Leiterin des Education-Programms der Berliner Philharmoniker) und Olaf Zimmermann (Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates) wurde deutlich, dass es einige Herausforderungen zu bewältigen gilt, so die Verknüpfung paralleler Förderprogramme, die Berücksichtigung von Diversität, die Entwicklung von kultureller Bildung in Ausbildung- und Studiengängen u.v.a. Und das Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“? Die Ministerin streifte es nur sehr verhalten: Als Landesministerin habe sie es als zu teuer und mangels Einbeziehung der Länder abgelehnt (was den Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, zu der Bemerkung veranlasste, dass eine Einbeziehung der Länder das Programm vermutlich verhindert hätte). Nun müsse im Sinne einer Best-Practice-Evaluierung geprüft werden, was sinnvollerweise dauerhaft zu fördern sei, eine flächendeckende Zwangsbeglückung mit kultureller Bildung komme jedoch nicht in Frage – die allerdings auch niemand gefordert hatte.


