18.06.2015 / Kategorie: Allgemeine Meldung
Bundeskongress der Kulturpolitischen Gesellschaft (KuPoGe) „Kultur. Macht. Einheit?“
Welche Rolle spielte Kultur als Transformationspolitik bei der Verwirklichung der Deutschen Einheit? Zu dieser Fragestellung versuchte der 8. Kulturpolitische Bundeskongress der KuPoGe einen „Rückblick mit Ausblick auf die Zukunft, in der Kulturpolitik wieder stärker als pluralistisch organisierte Demokratiepolitik begriffen wird“. Nach den Eröffnungsbeiträgen von Oliver Scheytt, dem Präsidenten der KuPoGe, und des Präsidenten der mitveranstaltenden Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, ging Kulturstaatsministerin Monika Grütters in ihrer Rede auf die Entwicklung der bundesdeutschen Kulturpolitik 25 Jahre nach der Wiedervereinigung ein. Sie stellte fest, dass sich diese in einem „Spannungsfeld zwischen grundsätzlichem Bedeutungszuwachs für unsere Gesellschaft und realem - zumindest partiell zu beobachtenden - Bedeutungsverlust in den hoheitlich zuständigen Ländern“ bewege. In fünf Panels und zehn Foren wurden verschiedene Aspekte der kulturellen Transformation insbesondere in Ostdeutschland diskutiert. Jens Bisky kritisierte die zu große Harmonie in der kulturpolitischen Debatte und forderte Mut zum Streit, so z.B. über die Verteilung des Löwenanteils der knappen Mittel an die Leuchtturmprojekte. An dem Kongress nahmen für den BBK Werner Schaub und Andrea Gysi teil.


