01.10.2010 / Kategorie: Allgemeine Meldung
Freiheits- und Einheitsdenkmal
Jurysitzung Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin Eine Jury befand im Gropiusbau in Berlin über die Entwürfe/Modelle, die zum geplanten Denkmal „Deutsche Einheit“ eingereicht wurden. Nachdem der erste offene Wettbewerb ohne Ergebnis geblieben war, war der Wettbewerb neu ausgeschrieben worden als sog. Einladungswettbewerb mit vorgeschaltetem offenen Bewerbungsverfahren. Eine erste Jury hatte aus den über 300 Einsendungen 33 Bewerber für Einladungen vorgeschlagen, von denen dann allerdings nur 28 tatsächlich Entwürfe und Modelle geschickt haben. Die Jury, die schließlich dem Auslober, also dem Bundestag, einen Vorschlag unterbreiten sollte, bestand aus sieben Sachpreisrichtern (Regierungsvertreter und Abgeordnete des Bundestages) sowie aus acht Fachpreisrichtern, zusammengesetzt aus Architekten, Kunsthistorikern und Künstlern. Auch Werner Schaub (BBK) wurde von Kulturstaatsminister Neumann in diese Jury berufen. Alle der Jury vorgelegten Entwürfe und Modelle waren anonymisiert. Das Gremium tagte zwei ganze Tage, alle Einreichungen wurden vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung in optimaler Form präsentiert und ausführlich besprochen. Nach vier Bewertungsrunden kam die Jury zu dem einstimmigen Ergebnis, dass die Beiträge, auf die man sich in der letzten Runde verständigen konnte, so unterschiedlich seien, dass man die finale Entscheidung besser dem Auslober überlassen sollte, zumal bei einigen der Entwürfe noch technische Details zu klären waren. Kulturstaatsminister Neumann und Staatssekretär Bomba vom BMVBS zeigten sich sehr zufrieden mit dieser salomonischen Entscheidung des Preisgerichtes. Am folgenden Tag wurde dann im Gropiusbau die Ausstellung mit allen eingereichten Modellen eröffnet und das Ergebnis offiziell mitgeteilt.


