13.04.2011 / Kategorie: Allgemeine Meldung

Kulturflatrate oder Three-Strikes ..


 „..– Wie sichern wir Einkommen in der digitalen Welt?“Unter diesem Titel luden die SPD-Bundestagsabgeordneten Siegmund Ehrmann (kulturpolitischer Sprecher), Brigitte Zypries (ehemalige Justizministerin, Mitglied im Kulturausschuss) und Burkhard Lischka (Mitglied im Rechtsausschuss) zu einem Werkstattgespräch im Rahmen der Initiative für einen Kreativpakt ein, das von Birgitte Zypries geleitet wurde. Leitfragen sollten notwendige Regelungen im Rahmen des 3. Korbs der Urheberrechtsreform, praktikable Geschäftsmodelle für eine legale Nutzung von Inhalten und Rahmenbedingungen zur Sicherung eines angemessenen Einkommens für Urheber jenseits einer Kulturflatrate sein. Letzteres war zwar kaum Thema, stattdessen zeigte sich einmal mehr in der Diskussion, dass es einfache Lösungen für die tief greifenden Auswirkungen der Digitalisierung nicht geben wird und die Urheber enorm auf der Hut sein müssen, wenn sie weiterhin ihre Rechte gewahrt wissen wollen. Tim Renner (Geschäftsführer von Motor Entertainment GmbH) analysierte die Veränderungen von der analogen zur digitalen Welt. Steffen Wicker stellte das Geschäftsmodell seiner Firma simfy vor, mit dem Nutzer von illegalen Downloads und Streams hin zu legal gewonnenen Inhalten gebracht werden sollen. In der Diskussion wurde deutlich, dass es für die Urheber darauf ankommen wird, sich mit qualifizierten Vorschlägen gegen die Verfechter eines möglichst schrankenlosen Zugangs zu allen Inhalten im Netz zur Wehr zu setzen. Dabei muss es sowohl um praktikable Regelungsmodelle zum Schutz der Urheber als auch um eine Handhabe zur  Rechtsdurchsetzung gehen. Nicht ohne Grund wurde die Bedeutung der Wertevermittlung in diesem Zusammenhang auch angesprochen. Für den BBK nahmen Werner Schaub und Andrea Gysi teil.