26.11.2012 / Kategorie: Allgemeine Meldung

Tagung des BKM zur kulturellen Bildung



Zu einer „Zwischenbilanz zur Qualitätsoffensive des BKM“ unter dem Motto „Kulturelle Bildung öffnet Welten“ hatte der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) in den Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums in Berlin eingeladen. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Alexander Koch (Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum) referierte Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel (Abteilungsleiterin beim BKM) zur Bedeutung der kulturellen Bildung für die Entfaltung vor allem von Kindern und Jugendlichen. Die  Hauptverantwortung liege bei Ländern und Kommunen. Der BKM konzentriere sich auf die Vermittlung kultureller Bildung durch von ihm geförderte Einrichtungen wie z.B. der Kulturstiftung des Bundes oder der Stiftung Genshagen.

Hortensia Völckers, künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes bilanzierte durchaus kritisch den Stand des Projektes „Kulturagenten für kreative Schulen“. Es  gehe darum, die Schulen so zu prägen, dass es für sie selbstverständlich werde, Kunst und Kultur einzubeziehen. Sie nahm auch Bezug auf die Förderichtlinie des BMBF „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“, über die in 5 Jahren 230 Mio. € für Projekte kultureller Bildung ausgegeben werden sollen. Sie begrüßte zwar das finanzielle Engagement des BMBF, hielt die Konstruktion aber für kompliziert in der Umsetzung. Hildegard Bockhorst (bkj) stellte das druckfrische 1000-seitige „Praxis-Handbuch Kulturelle Bildung“ vor und Brigitte Vogel vom Deutsche Historischen Museum informierte über das „Modellprojekt deutsch-französische Geschichte“.

Moderiert von Prof. Max Fuchs (Präsident des Deutschen Kulturrates) wurden verschiedene vom BKM geförderte Vorhaben und Projekte präsentiert, so z.B. „InterKulturBarometer“ oder der „BKM-Preis Kulturelle Bildung“. Prof. Johanna Wanka referierte zu neuen Akzenten für die kulturelle Bildung in den Ländern. In der abschließenden Podiumsdiskussion entwickelten  Shermin Langhoff (Intendantin Maxim Gorki-Theater), Isabel Pfeiffer-Poensgen (Kulturstiftung der Länder), Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel), Prof. Eckart Liebau (UNESCO-Lehrstuhl für kulturelle Bildung, Universität Erlangen-Nürnberg) und Prof. Wolfgang Schneider, (Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim) und Prof. Wanka „Anregungen für Aktivitäten in der kulturellen Bildung“ . Das Podium war sich darin einig, dass die verschiedenen betroffenen Bundesministerien sowie Länder und Kommunen in Bezug auf die kulturelle Bildung besser zusammenarbeiten sollten. Die Teilnehmer der Tagung wurden ermuntert, ihre Wünsche zur zukünftigen Förderung der kulturellen Bildung an den BKM zu formulieren.

Für den BBK nahmen Andrea Gysi und Ulrike Westphal teil.