24.05.2011 / Kategorie: Allgemeine Meldung

Stiftung Kunstfonds - Stiftungsrat


Sitzung des Stiftungsrates der Stiftung Kunstfonds zur Förderung der zeitgenössischen bildenden Kunst

Die Geschäftsführerin Frau Dr. Lingl informierte über die laufende Arbeit der Stiftung, vor allem über die Situation des Archivs für Künstlernachlässe, das überhäuft wird mit Anträgen und Vorschlägen. Die neuen Vorschläge des künstlerischen Beirates des Archivs für die Aufnahme von 5 weiteren Künstlernachlässen wurden akzeptiert. Es wurde festgestellt, dass zunehmend Anträge eingehen, in die Überlassung von Nachlässen auch die Ateliers mit einzubeziehen, manchmal mit der Erwartung, dort später auch ein ständiges Museum einzurichten. Dazu reichen indes die Mittel des Kunstfonds nicht aus. Die Übertragung von Immobilien ist nur möglich, wenn die Option damit verbunden wird, dass der Kunstfonds diese später auch veräußern kann zur Wahrnehmung seiner Aufgaben. Der künstlerische Beirat, der darüber entscheidet, welche Nachlässe in das Archiv aufgenommen werden, wurde neu gewählt.

Da die Amtszeiten einiger Jurymitglieder des Kunstfonds abgelaufen waren, wurden einige Nachwahlen fällig. Den BBK vertreten in der Jury Detlev Schweiger und Roswitha Pape. Neu gewählt wurden auch die Mitglieder der Kommission für das Förderprogramm B, hier wurde Vladimir Olenburg vom BBK vorgeschlagen und gewählt.

Kontrovers diskutiert wurden die Vorgaben der Kulturstiftung des Bundes bezüglich der Honorare für die Jurytätigkeit: 250 € für den ganzen Tag, aber unter der Maßgabe, dass die Jury mindestens 8 Stunden durchgehend tagt, mit nur kurzer Mittagspause. Selbst das Reichen von Kaffee und Gebäck ist von der Kulturstiftung streng reglementiert (2-3 Euro Pro Person und Tag, wenn die Sitzung weniger als 8 Stunden dauert). Die Vertreterin der Kulturstiftung des Bundes rechtfertigte diese bürokratischen Vorgaben mit dem Hinweis, diese seien von der politischen Ebene auferlegt worden.

Am Ende der Sitzung wurde die geplante Dokumentation „30 Jahre Kunstfonds“ vorgestellt, die breiteste und auch finanziell am besten ausgestattete Förderung der zeitgenössischen Kunstszene in Deutschland.

Den BBK vertrat Werner Schaub.