17.06.2015 / Kategorie: Allgemeine Meldung

Gespräch mit Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks


Werner Schaub (BBK) und Frank Zeidler (Deutscher Künstlerbund) trafen sich zu einem intensiven Gespräch mit der Bundesministerin für Umwelt, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Dr. Barbara Hendricks. An dem Gespräch nahm auch der für den Sachverständigenkreis Kunst am Bau zuständige Referatsleiter Hans-Dieter Hegner teil.Schaub und Zeidler betonten die gute und effiziente Arbeit im Sachverständigenkreis, der von Seiten der Verwaltung hervorragend betreut werde. Besonders hoben Schaub und Zeidler die Bemühungen des Ministeriums im Rahmen des Projektes „Museum der tausend Orte“ hervor, bei dem alle Objekte von Kunst am Bau im Besitz des Bundes im Internet zugänglich gemacht werden sollen. Sie betonten außerdem die gute Praxis des Bundes bei Kunst am Bau, die meisten Bundesländer könnten in diesem Bereich das Engagement des Bundes zum Vorbild nehmen.Kritisiert wurde von den Vertretern der beiden Verbände lediglich das Verfahren bei Kunst-am- Bau-Wettbewerben mit sogenanntem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren: Die Zusammensetzung der Jury für die erste Phase sei stets anonym, sie werde noch nicht einmal nach Abschluss des Wettbewerbs öffentlich gemacht, eine solche Intransparenz sei nicht angemessen. Der Bund könne künftig auch wieder öfter Ideen-Wettbewerbe durchführen. Diese hätten schließlich auch den Vorteil, dass die Bewerbungen anonym laufen, das mache auch die Mitglieder der Jury unangreifbar, zudem stehe ein solches Verfahren einer Demokratie besser zu Gesicht.Kritisiert wurde auch, dass die Vertreter oder Vertreterinnen der beiden Verbände seit einiger Zeit nicht mehr als Juroren, nicht einmal mehr als Beobachter zu Jurysitzungen eingeladen werden, was der Leitfaden des Bundes ja ausdrücklich vorsehe.Die Ministerin sicherte zu, sich der beiden Kritikpunkte anzunehmen.