11.03.2013 / Kategorie: Allgemeine Meldung
Mitgliederversammlung des Deutschen Kunstrates in Berlin
Unter der Leitung der Sprecherin Annemarie Helmer-Heichele widmete sich der Deutsche Kunstrat in einer längeren Diskussion dem Aufnahmeantrag des neu gegründeten Bundesverbandes freiberuflicher Ethnologen_innen mit dem Ergebnis, dass der Verband gebeten wird, sich in einem Jahr noch einmal vorzustellen. Anschließend hat sich die Mitgliederversammlung des Deutschen Kunstrats nochmals dem Verhältnis von Kunst und Religion befasst. Anlass war die Kritik an einer aus Sicht des Kunstrats übergroßen Präsenz des Themas sowohl in den Diskussionen als auch in der Zeitung politik und kultur des Deutschen Kulturrates. Des Weiteren informierte der Sprecher der Initiative Urheberrecht, Prof. Gerhard Pfennig, über Positionen und Aktivitäten der Initiative, die sich um funktionierende Problemlösungen bemüht, die einerseits die Rechte der Urheber wahren, andererseits ihrem Interesse an Verwertung, d.h. vergüteter Nutzung, gerecht werden. Als anstehende Problemfelder benannte er u.a. einen Entwurf der EU-Kommission zu den Verwertungsgesellschaften, ein fehlendes Geschäftsmodell im Bereich der privaten Kopien sowie eine bessere Beteiligung der Urheber im Urhebervertragsrecht. Ins Auge fasste der Kunstrat schließlich eine Diskussionsveranstaltung zum Kulturbegriff, zum Verhältnis von Kultur und Kunst untereinander. Die Mitgliedsverbände werden die Fragestellung bis zur nächsten Sitzung weiterentwickeln.
An der Sitzung nahmen Annemarie Helmer-Heichele für den BBK, Werner Schaub für die IGBK und Andrea Gysi teil.


