03.12.2013 / Kategorie: Allgemeine Meldung

Fachausschuss Europa


Im Fachausschuss Europa/Internationales des Deutschen Kulturrates berichtete Frau Bornemann von Cultural Contact Point Germany über das neue europäische Kulturförderprogramm, das dann eingehend besprochen wurde. Kritisch angemerkt wurde dabei, dass – trotz gegenteiliger Beteuerungen – der bürokratische Aufwand für Antragsteller eher zu- statt abgenommen hat. Bemängelt wurde auch, dass institutionelle Fördermaßnahmen noch weiter zurückgefahren wurden als bisher zugunsten von Projektförderungen. Dabei, so wurde von Werner Schaub (BBK) argumentiert, seien institutionelle Strukturen meist die Voraussetzung und die Grundlage dafür, dass überhaupt Projekte konzipiert werden könnten, aber auch deren Umsetzung bedürfe meist einer funktionierenden Infrastruktur.Daneben wurden Themen für eine Stellungnahme des Deutschen Kulturrates zur zukünftigen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik gesammelt. Zur auswärtigen Kulturpolitik, wie sie im Koalitionsvertrag der Großen Koalition angedacht ist, wurde festgestellt, sie enthalte im Gegensatz zur nationalen Kulturpolitik kaum verbindliche Aussagen. Hier will der Kulturrat ansetzen und etwa zehn Bereiche thematisieren, zu denen konkrete Vorschläge für deren Umsetzung formuliert werden sollen. Das daraus noch zu entwickelnde Papier soll dann dem zukünftigen Außenminister zur Verfügung gestellt werden.Werner Schaub kündigte an, für die nächste Sitzung die Themenbereiche „Dialog – Prozesse“ (also z.B. Austauschausstellungen) und eine Erweiterung des Kreises der sogenannten Mittlerorganisationen einzubringen. Den Deutschen Kunstrat/BBK vertritt Werner Schaub in diesem Ausschuss.