23.04.2015 / Kategorie: Allgemeine Meldung

Initiative Urheberrecht: Pressekonferenz zum Tag des Urheberrechts


Anlässlich des 20. Internationalen Welttages des Buches und des Urheberrechts lud die Initiative Urheberrecht zu einem Pressegespräch in die Akademie der Künste in Berlin ein. Der Sprecher der Initiative, Professor Dr. Gerhard Pfennig begrüßte die gewachsene Bedeutung des Urheberrechts in der politischen Debatte in Deutschland und Europa.Der literarische Übersetzer, Hinrich Schmidt-Henkel, kritisierte den konstruierten Widerspruch zwischen Urhebern, Verwertern und Nutzern. Es bestehe vielmehr eine Interessengemeinschaft hinsichtlich der Verwertung der Werke, für deren Nutzung allerdings eine angemessene Vergütung zu zahlen sei. Werner Schaub, Bildender Künstler und Vorsitzender des BBK betonte, dass die Verwertungsgesellschaften für die Urheber unverzichtbar seien und deshalb unbedingt gestärkt werden müssen. Matthias Hornschuh, Komponist kritisierte die (sprachliche) Vereinnahmung der Urheberinnen und Urheber durch die sog. Kultur- und Kreativwirtschaft, denn ohne Werkschöpfung gebe es keine Wertschöpfung. Die Drehbuchautorin Caroline Otto wies darauf hin, dass Urheberinnen und Urheber ihr Handwerk gelernt und viele Jahre in die Ausbildung investiert haben und mit ihrer Kreativität ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen. Regula Venske, Geschäftsführerin des PEN, zeigte die enge Verzahnung des Rechts auf freie Meinungsäußerung mit dem Urheberrecht auf. An der Pressekonferenz nahm auch Andrea Gysi für den BBK teil.