22.05.2012 / Kategorie: Allgemeine Meldung

Fachausschuss Steuern des Deutschen Kulturrats tagte in der Kanzlei Raue


Erneut widmete sich der Fachausschuss der drohenden Abschaffung der ermäßigten MWST für den Kunsthandel. Inzwischen hat die Bundesregierung ihre Absicht erklärt, der EU-Aufforderung nachzukommen und das deutsche Recht entsprechend anzupassen. Künstlerdirektverkäufe und Einfuhren sollen weiterhin ermäßigt besteuert werden. Betroffen sind vor allem Galerieverkäufe. Insbesondere Kulturstaatsminister Neumann bemüht sich derzeit intensiv um Kompensationsmaßnahmen, um den zu befürchtenden Einbruch im deutschen Kunsthandel durch eine Preissteigerung von 12 % zumindest partiell aufzufangen. Welche der auch von Künstler- und Kunsthandelsverbänden vorgeschlagenen Maßnahmen Realität werden, bleibt abzuwarten. Des Weiteren sammelt der Fachausschuss Themen für ein umfassendes steuerpolitisches Positionspapier, mit dem der aus Sicht des Deutschen Kulturrates bestehende steuerpolitische und -rechtliche Handlungsbedarf gegenüber der Politik artikuliert werden soll.
Andrea Gysi nahm für den Deutschen Kunstrat/BBK an dieser Sitzung teil.