26.04.2012 / Kategorie: Allgemeine Meldung

Deutscher Kunstrat wählte Sprecher


Deutscher Kunstrat wählte Sprecherinnen und Sprecher und verabschiedete Stellungnahme zur geplanten Abschaffung der ermäßigten MwSt. für KunstDer Deutsche Kunstrat trat zu seiner ersten diesjährigen Mitgliederversammlung in Berlin zusammen. Turnusgemäß stand die Wahl der Sprecher/innen auf der Tagesordnung. Wiedergewählt wurde als Sprecherin für die Urheberseite Annemarie Helmer-Heichele (BBK) und als ihr Stellvertreter Prof. Dr. Gerhard Pfennig. Für die Verwerter-/Vermittlerseite wurden wiedergewählt Dr. Karin Lingl (Stiftung Kunstfonds) und als Stellvertreter Wolfgang Suttner (ADKV). Die Geschäftsführung des Kunstrates wird weiterhin vom BBK übernommen.Inhaltlicher Schwerpunkt der Sitzung war die Aufforderung der EU-Kommission zur Abschaffung der ermäßigten Mehrwertsteuer für den Kunsthandel. Der Deutsche Kunstrat verabschiedete eine Erklärung, die an Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung appelliert, sich für den ermäßigten MwSt.-Satz für Bildende Kunst auf europäischer Ebene einzusetzen und bis dahin die bisherige Praxis in Deutschland beizubehalten. Gewürdigt wird zwar das Engagement des BKM, Kulturstaatsminister Neumann, und anderer Kulturpolitiker zum Erhalt der ermäßigten MwSt. Gleichwohl kritisch setzt sich die Erklärung mit den in die Diskussion gebrachten sog. Kompensationsvorschlägen auseinander, die im Falle ihrer Realisierung zwar teilweise allgemein kulturpolitisch sinnvoll (wie z. B. eine Erhöhung des Bundeszuschusses zur KSK) sein könnten, aber eben nur in ganz geringfügigem Maße dem Bereich der Bildenden Kunst zugute kämen.
Die Erklärung kann auf der Homepage des BBK unter www.bbk-bundesverband abgerufen werden.In der Sitzung wurde ferner über die Arbeit des Sprecherrates und der Fachausschüsse berichtet und über den Stand der Satzungsdiskussion informiert.
Werner Schaub nahm für die IGBK und Andrea Gysi für den BBK an dieser Sitzung teil.